Handys hinter Gittern! Obwohl Mobiltelefone für Häftlinge tabu sind, wurden 2025 in den Gefängnissen in Baden-Württemberg insgesamt 311 eingeschmuggelte Geräte sichergestellt. Das teilte das Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Handys fliegen einfach über die Gefängnismauer
Besonders auffällig: 117 Geräte wurden vermutlich von Menschen außerhalb der Gefängnisse einfach über die Mauern geworfen. Weitere 134 Handys entdeckten Mitarbeiter unter anderem bei Kontrollen von Arbeits- und Freizeiträumen. 45 Geräte wurden direkt in den Zellen gefunden. Auch bei Personen- und Besucherkontrollen wurden Handys sichergestellt.
Manche Handys sind kaum größer als ein Finger
Beim Schmuggel kommen teilweise winzige Minihandys zum Einsatz. Die sind kaum größer als ein Finger, können aber trotzdem zum Telefonieren und SMS-Schreiben genutzt werden. Wegen ihrer geringen Größe lassen sie sich besonders leicht verstecken. Teilweise könnten sie sogar im Körper transportiert werden.
Handyspürhunde sollen den Schmuggel stoppen
Justizminister Moritz Oppelt (CDU) warnt vor den Gefahren. Mit eingeschmuggelten Handys könnten Häftlinge Zeugen beeinflussen, Fluchten planen oder Kontakt zu Kriminellen halten. Deshalb setzen die Gefängnisse unter anderem auf Überwachungskameras und speziell ausgebildete Handyspürhunde.