36.000 Euro Bußgeld gegen Stuttgarter Influencerin

Influencerin widerspricht den Vorwürfen

Eine Stuttgarter Influencerin muss wegen nicht klar gekennzeichneter Werbung auf Instagram mehr als 37.000 Euro zahlen. Die Landesanstalt für Kommunikation hatte sie nach eigenen Angaben schon mehrfach auf die Regeln hingewiesen.

Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg hat gegen eine Influencerin aus Stuttgart ein Bußgeld von 36.000 Euro verhängt. Zusammen mit Gebühren und Auslagen muss sie 37.803,50 Euro zahlen. Der Bescheid ist nach Angaben der LFK bestandskräftig.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich um die Lifestyle-, Mode- und Beauty-Influencerin Hanadi Diab. Auf Instagram folgen ihr mehr als 760.000 Menschen.

Bezahlte Storys nicht deutlich gekennzeichnet

Bei dem Verfahren geht es um mehrere bezahlte Kooperationen, die zwischen Mai und Juli 2025 in Instagram-Storys veröffentlicht worden sein sollen. Dafür soll die Influencerin Geld und zum Teil wertvolle Sachleistungen erhalten haben.

Laut LFK waren einige Storys überhaupt nicht als Werbung gekennzeichnet. Bei anderen Beiträgen seien die Hinweise wegen ihrer Größe, Farbe oder Gestaltung nicht deutlich genug zu erkennen gewesen. Für die Nutzer sei dadurch nicht sofort klar gewesen, dass es sich um Werbung handelt.

Influencerin widerspricht den Vorwürfen

Hanadi Diab hatte sich bereits im April in einem TikTok-Video zu dem Verfahren geäußert. Sie erklärte, jede Kooperation zu kennzeichnen, und zeigte sich von den Vorwürfen überrascht.

Nach ihrer Darstellung bemängelte die LFK unter anderem zu kleine oder schlecht lesbare Werbehinweise. Über diese Stellungnahme hinaus äußerte sie sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht.

Frühere Hinweise beeinflussen Höhe des Bußgelds

Nach Angaben der LFK war die Influencerin bereits in den Jahren 2020 und 2022 mehrfach auf die gesetzlichen Regeln zur Kennzeichnung von Werbung hingewiesen worden.

Bei der Höhe des Bußgelds spielten laut Behörde unter anderem die wiederholten Verstöße, die große Reichweite ihres Instagram-Accounts und der wirtschaftliche Wert der Kooperationen eine Rolle. Laut LFK ist es das bislang höchste Bußgeld, das die Medienanstalt gegen einen Influencer verhängt hat.

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