Rund 420.000 Menschen haben das 14. Internationale Donaufest in Ulm und Neu-Ulm besucht. Damit wurde nach Angaben der Veranstalter ein neuer Rekord erreicht. Bei der vorherigen Ausgabe vor zwei Jahren waren geschätzt rund 380.000 Gäste gekommen. Das Fest lief vom 3. bis zum 12. Juli an beiden Seiten der Donau.
Menschen aus allen zehn Donauländern waren in der Doppelstadt zu Gast. Auf dem Programm standen mehr als 180 Veranstaltungen, darunter Konzerte, Lesungen, Diskussionsrunden und Jugendbegegnungen. Insgesamt traten 40 Musik-Acts auf. Dazu kamen 35 Gastronomie- und 54 Kunsthandwerksstände.
Das Donaufest soll Menschen aus dem gesamten Donauraum zusammenbringen. Neben Musik und Essen ging es deshalb auch um kulturellen Austausch, politische Gespräche und die Zusammenarbeit in Europa. Zu den Gästen gehörten unter anderem der frühere Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, der österreichische Autor Robert Menasse und Literaturkritiker Denis Scheck.
Das überwiegend heiße Wetter sorgte dafür, dass sich der Markt der Donauländer an vielen Tagen erst am späteren Nachmittag füllte. Am Abend wurde es an den beiden Donauufern dafür stellenweise sehr voll. Für kommende Feste wollen die Veranstalter über mehr Schattenplätze, Schirme und weitere Möglichkeiten zur Abkühlung nachdenken.
Trotz der großen Menschenmengen verlief das Fest nach Angaben der Einsatzkräfte weitgehend ruhig. Polizei, Rettungsdienst und Wasserwacht meldeten keine größeren Vorfälle. Vereinzelt mussten Menschen wegen Kreislaufproblemen durch die Hitze versorgt werden.
Auch die Zahlen hinter dem Fest fallen groß aus: Rund 25.000 Liter Bier wurden ausgeschenkt, mehr als 600 bunt gestaltete Fahnen säumten das Gelände. Nach zehn Tagen mit Musik, Gastronomie, Kunsthandwerk und politischen Impulsen endete das Donaufest am Sonntagabend.
Die nächste Ausgabe ist regulär in zwei Jahren geplant. Dann soll das Internationale Donaufest Ulm/Neu-Ulm wieder Gäste aus dem gesamten Donauraum nach Ulm und Neu-Ulm bringen.