Biberach hat große Pläne – und die kosten richtig Geld! Rund 60 Millionen Euro will die Stadt allein im kommenden Jahr 2027 investieren. Der Gemeinderat hat das Bauprogramm bis 2031 einstimmig beschlossen. Allerdings muss die Stadt bei einigen Projekten auf die Bremse treten. Grund sind begrenzte finanzielle und personelle Kapazitäten.
Besonders viel Geld fließt in Bildung und Betreuung. Allein für die Sanierung des Pestalozzi-Gymnasiums sind 2027 rund 15 Millionen Euro eingeplant. Auch die Mittelberg-Grundschule, die Gaisental-Grundschule und die Mali-Gemeinschaftsschule stehen auf der Liste.
Andere Projekte verzögern sich dagegen. Die Sanierung und Erweiterung der Birkendorf-Grundschule sowie der Neubau der Kita an der Rindenmooser Straße sollen erst 2029 beginnen. Die Erweiterung des Ringschnaiter Kindergartens wurde vorerst gestrichen.
Eines der bekanntesten Wahrzeichen Biberachs bleibt ebenfalls ein großes Bauprojekt. Die Sanierung des historischen Ulmer Tors läuft bereits seit November 2025. Weil das Gebäude zunehmend schief steht, muss sein Fundament stabilisiert werden. Diese Arbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. In den Folgejahren sind weitere Sanierungen am Tor geplant.
Auch die Volkshochschule und das Stadion sollen in den kommenden Jahren saniert werden.
Geduld brauchen die Biberacher auch beim Bahnhof. Die geplante Umgestaltung des Bahnhofs, des Zentralen Omnibusbahnhofs und des Umfelds verschiebt sich wegen aufwendiger Abstimmungen mit der Deutschen Bahn um ein Jahr.
Beim Hochwasserschutz geht es dagegen weiter: Für 2027 ist unter anderem der Bau eines Rückhaltebeckens in Rindenmoos vorgesehen. Kostenpunkt: rund 6,7 Millionen Euro. Auch in Ringschnait und entlang der Dürnach sind weitere Schutzmaßnahmen geplant.