Die Ulmer Buchhandlung Aegis feiert ihren 80. Geburtstag. Am Samstag, 4. Juli, kamen Gäste aus der Ulmer Kulturszene und Mitglieder der Gründerfamilie im Aegis Café zusammen. Zum Jubiläum wurde erstmals auch der Aegis-Preis vergeben. Ausgezeichnet wurde der Berliner Verbrecher Verlag. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.
Die Geschichte von Aegis beginnt 1946. Ernst Bauer gründete damals in Ulm zunächst den Aegis Verlag. Später kam die Buchhandlung dazu, die seit 60 Jahren ihren Standort in der Breiten Gasse hat. Heute wird das unabhängige, inhabergeführte Haus von Rasmus Schöll und Franziska Pentz geführt. Neben dem Stammhaus in der Ulmer Innenstadt gehören eine Filiale in Söflingen und das Aegis Kultur-Café direkt neben dem Stammhaus dazu.
Damit ist Aegis längst mehr als ein klassischer Buchladen. Lesungen, Musik und Kulturveranstaltungen gehören ebenfalls zum Programm. Das Café verbindet nach eigener Beschreibung Literatur, Musik und Kunst.
Passend zum 80. Geburtstag hat die Buchhandlung erstmals den Aegis-Preis vergeben. Erster Preisträger ist der Verbrecher Verlag aus Berlin. Mit der Auszeichnung will Aegis unabhängiges und gesellschaftlich engagiertes Verlegen würdigen. Neben den 1.000 Euro Preisgeld bekommt der Verlag einen dauerhaft gewidmeten Sitzplatz im Aegis Café. Der Verbrecher Verlag wurde 1995 gegründet und veröffentlicht unter anderem Belletristik, Lyrik und Essays. Die Auszeichnung war Teil der Jubiläumsfeier im Garten des Aegis Cafés.
Seit 2019 wurde Aegis bereits fünfmal mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet. Zuletzt erhielt die Ulmer Buchhandlung beim Deutschen Buchhandlungspreis 2025 erstmals einen Hauptpreis und wurde in der höchsten Kategorie „Beste Buchhandlung“ ausgezeichnet. Damit gehörte Aegis zu den drei Spitzenpreisträgern bundesweit.