9-Euro-Ticket: Pro Pfingsttag 700 Problemfälle

Da war was los!

Nach dem Pfingstwochenende mit 9-Euro-Ticket hat ein Personalvertreter der Deutschen Bahn eine kritische Zwischenbilanz gezogen.

Nach dem Pfingstwochenende mit 9-Euro-Ticket hat ein Personalvertreter der Deutschen Bahn eine kritische Zwischenbilanz gezogen. An jedem Tag habe es bundesweit etwa 400 Züge mit zu hoher Auslastung gegeben, so dass Passagiere abgewiesen oder Fahrräder nicht mitgenommen worden seien, berichtete der Vize-Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats DB Regio, Ralf Damde, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland nach Gesprächen mit Bahn-Betriebsräten. Insgesamt habe es pro Tag rund 700 Meldungen von Überlastung, Problemen mit Passagieren oder Störungen an die Einsatzzentrale gegeben. Das sei signifikant mehr als an einem durchschnittlichen Wochenende und auch als am Pfingstwochenende vor Corona.

Zu befürchteten tätlichen Übergriffen gegen das Bahnpersonal sei es nicht gekommen, «wohl aber zu verbalen», sagte Damde. Der massive zusätzliche Personalbedarf habe allein über Pfingsten Tausende Überstunden nötig gemacht. Zu erhöhtem Personal- und Zeitaufwand habe auch beigetragen, dass viele Reisende ohne Bahn-Erfahrung sich auf den Bahnhöfen nicht zurecht gefunden hätten.

Knotenpunkt Ulmer Hauptbahnhof

Am Pfingstmontag hat die Bahn z.B. am Knotenpunkt Ulmer HBF einen Extra-Zug auf die Schiene nach Stuttgart gesetzt, weil in den regulären einfach keiner mehr reingepasst hat. Der Regionalzug nach München fuhr pünktlich ab, aber die meisten mussten im Zug stehen. Zusatz-Bahnpersonal hat an den Bahnsteigen den Andrang geordnet. Dazu kam, dass in viele Richtungen Busse unterwegs waren, weil die Bahn am Ulmer Stellwerk gearbeitet hat. Ab heute, Dienstag 07.06.2022, soll der Regionalverkehr von und nach Ulm wieder planmäßig laufen.

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