Der Unfall ereignete sich um 06:19 Uhr. Auf der A8 in Richtung Stuttgart verlor nach den ersten Erkenntnissen der Polizei der Fahrer eines Audi die Kontrolle. Aus noch ungeklärter Ursache prallte der Wagen nahe der Ausfahrt Ulm-West gegen die Leitplanke. Er schleuderte über die Fahrbahn und blieb nach rund 300 Metern auf dem Dach liegen. Der Fahrer konnte sich glücklicherweise selbst leicht verletzt aus dem Wrack befreien.
Doch damit war die Unfallserie noch nicht zu Ende. In der Folge kam es zu einem heftigen Zusammenstoß. Ein BMW und ein Mercedes-Lieferwagen krachten ineinander. Beide Fahrzeuge wurden mehrfach gegen die Leitplanken geschleudert. Die Wucht des Aufpralls war enorm. Dem Lieferwagen wurde das linke Hinterrad herausgerissen. Der BMW wurde ringsherum zerstört. Zwei weitere Autos wurden durch umherfliegende Trümmerteile beschädigt.
Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort. Mehrere Rettungswagen und eine Notärztin versorgten die vier Verletzten. Die Feuerwehr Dornstadt war mit 16 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen im Einsatz. Für die Helfer bot sich ein chaotisches Bild. „Im ersten Moment relativ chaotisch, die Unfallstelle verteilt sich auf mehrere 100 Meter“, berichtete Florian Wagner, Abteilungskommandant der Feuerwehr Dornstadt.
Eine Person war in ihrem BMW eingeschlossen. Die Feuerwehr musste die Fahrertür heraustrennen. „Die Person war vornehmlich nur eingeschlossen, also wir konnten mit relativ einfachen Mitteln die Person befreien“, so Wagner weiter. Die Verletzten wurden nach der Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Die Vollsperrung der Autobahn dauerte rund drei Stunden. Der Verkehr wurde über die Nebenfahrbahn der Doppelausfahrt Ulm-West vorbeigeleitet. Dennoch bildete sich ein acht Kilometer langer Stau. Dieser reichte zeitweise bis vor die Ausfahrt Oberelchingen zurück. Pendler mussten mit einem Zeitverlust von rund eineinhalb Stunden rechnen. Die Autobahnmeisterei sperrte die Unfallstelle ab. Eine Kehrmaschine musste das große Trümmerfeld reinigen. Die genaue Unfallhergang ist noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Den Schaden schätzt die Polizei auf 90.000 Euro.