Abriss der Gänstorbrücke verläuft nicht wie geplant

Baustelle in Ulm

Die Ulmer Gänstorbrücke ist bereits seit Monaten eine Baustelle. Jetzt wird die Abriss-Methode geändert - und wird schneller und günstiger.

Eigentlich wollte die Stadt Ulm ein Vorschubgerüst bauen, damit nichts in die Donau gelangt. Jetzt ist der Plan ins Wasser gefallen - der Abriss der Gänstorbrücke in Ulm verläuft anders als ursprünglich geplant. Die Stützen, die den Vorschub gehalten hätten, konnten nicht standfest in der Donau befästigt werden. Das erklärt Michael Jung, Leiter der Hauptabteilung Verkehrsplanung und Straßenbau der Stadt Ulm. Grund dafür waren unter anderem die Überreste der gesprengten Brücke aus dem zweiten Weltkrieg, die noch in der Donau liegen und nicht durchbohrt werden konnten. 

Die neue Methode

Jetzt greift die Stadt auf eine leichter umsetzbare Methode zurück. Dafür werden große Blöcke in die Donau gelegt, auf welchen die Abrissbagger stehen können. Diese bauen wiederum Teile der Brücke nach und nach ab. Der Bauschutt wird dann auf die Neu-Ulmer Seite gebracht. Beim Abriss erlebt nur die Donau eine Einschränkung, sagt Michael Jung:

Bei dem Abbruchverfahren müssen wir sehr genau auf die Hochwasserprognosen und auf ökologische Belange achten.

Naturschutz als Faktor

Der Straßenverkehr zwischen Ulm und Neu-Ulm wird dabei nicht beeinträchtigt - zumindest nicht mehr, als er es bereits ist. Jetzt wartet die Stadt noch auf eine letzte Genehmigung der Länder. Die Donau ist nämlich ein FFH-Gebiet, unterliegt also dem Naturschutz. Das ist auch der Grund, warum zuerst die komplexere Methode gewählt wurde. Es mussten zuerst alle Möglichkeiten zum Hochwasser- und Naturschutz ausgeschöpft werden.

Im Mai ist es dann soweit: Sofern keine Hochwassergefahr besteht, rollen die Bagger an. Insgesamt sollte der Abriss nur eine bis eineinhalb Wochen dauern. Eines ist aber eindeutig, sagt Jung: 

Nabada ist nicht in Gefahr!

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