Die Lage beim SSV Ulm 1846 Fußball ist angespannt. Drei Niederlagen in Serie, zuletzt das 1:3 gegen Ingolstadt, dazu ein Abstiegsplatz und jetzt geht es auch noch zum Tabellenzweiten Energie Cottbus.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:
Ulm: Platz 18, 24 Punkte
Cottbus: Platz 2, 53 Punkte
Ulm-Defensive: bereits 61 Gegentore
Die Ausgangslage wirkt brutal. Doch genau darin liegt für Ulm auch eine Chance.
Trainer Pavel Dotchev versucht, den Druck bewusst rauszunehmen und setzt auf eine klare Rolle:
Jetzt kommt tatsächlich ein absoluter Kracher. Vielleicht liegt uns das sogar besser, weil wir nicht diesen Druck haben. Wir sind Außenseiter – und müssen einfach frech und befreit spielen.
Ein Ansatz, der angesichts der aktuellen Situation fast alternativlos wirkt.
Denn: Seit sieben Spielen wartet Ulm auf einen Sieg. Die Formkurve zeigt klar nach unten – und der Gegner gehört zu den stärksten Teams der Liga.
Die Aufgabe könnte kaum schwerer sein.
Energie Cottbus gehört zu den Top-Teams der Liga und überzeugt vor allem offensiv:
54 Tore in dieser Saison
starke Heimbilanz (8 Siege, 6 Remis, 1 Niederlage)
Dotchev weiß genau, worauf es ankommt:
Wir müssen sehr kompakt sein. Cottbus hat schnelle Spieler im Umschalten. Wenn wir ihnen Räume geben, werden sie uns auseinandernehmen.
Die Marschroute ist klar: Defensive Stabilität, saubere Restverteidigung – und möglichst keine Fehler.
Trotz aller taktischen Ansätze: Die sportliche Situation bleibt ernst. Dotchev findet dafür deutliche Worte:
Das ist eine absolute Katastrophe – für uns alle. Für den Verein, die Fans, die Spieler. Es fühlt sich sehr schlecht an.
Und trotzdem fordert der Coach eine klare Haltung:
Eines geht nicht: aufgeben. Egal wie es kommt – wir müssen jedes Spiel Gas geben.
Für die Mannschaft geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um persönliche Zukunft:
Die Spieler müssen professionell bleiben und für den Verein alles geben. Und auch für sich selbst – wenn sie sich empfehlen wollen, müssen sie Gas geben.
Die Botschaft ist eindeutig:
Keine Ausreden
Kein Nachlassen
olle Intensität bis zum Schluss
Auf dem Papier ist die Sache klar. Doch genau das könnte Ulm in die Karten spielen. Ohne Erwartungsdruck, mit klarer Außenseiterrolle – und mit der Chance, einen Favoriten zu ärgern.
Oder wie Dotchev es formuliert:
Wir brauchen uns jetzt nicht verrückt machen. Einfach frech spielen.
Ob das reicht, um in Cottbus zu bestehen, wird sich zeigen. Klar ist nur:
Für den SSV Ulm zählt jetzt jeder Punkt im Abstiegskampf.