Alb-Donau-Kreis erhöht Müllgebühren zum nächsten Jahr

Müllentsorgung wird teurer

Einige Jahre sind die Haushalte im Alb-Donau-Kreis ohne Erhöhung davongekommen. Ab 2027 kommen dann doch höheren Müllgebühren.

Im Alb-Donau-Kreis werden die Müllgebühren ab 2027 voraussichtlich steigen. Der Umweltausschuss des Kreistags hat in seiner Sitzung am Montag die Eckpunkte für die neue Gebührenkalkulation festgelegt.

Die genauen Beträge stehen noch nicht fest. Sie sollen auf Basis der beschlossenen Eckwerte berechnet und anschließend dem Kreistag zur Entscheidung vorgelegt werden. Klar ist aber bereits: Nach mehreren Jahren stabiler Gebühren kommt auf die Haushalte im Kreis eine Erhöhung zu.

Rücklagen sind aufgebraucht

Seit 2021 konnten die Gebühren trotz steigender Kosten stabil gehalten werden. Möglich war das durch Rücklagen des kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetriebs. Diese Reserven sind nach Angaben aus der Sitzung inzwischen aufgebraucht.

Besonders stark ins Gewicht fällt die Sammlung von Rest- und Bioabfall. Hier liegen die Kosten laut den vorgelegten Eckpunkten rund 30 Prozent höher als bei der letzten Kalkulation. Als Gründe werden unter anderem Inflation, CO₂-Abgabe und höhere Betriebskosten genannt. Dazu kommt, dass die Entsorgungszentren im Kreis stärker genutzt werden als früher. Bei Altholz seien die Mengen gegenüber 2023 um 63 Prozent gestiegen, bei Bauschutt sogar um 90 Prozent.

Neue Pauschale für kleine Sperrmüllmengen

Um den Gebührenanstieg etwas abzufedern, will der Landkreis Abläufe verändern und Angebote anpassen. Neu geplant ist unter anderem eine sogenannte Kofferraumpauschale. Sie soll für kleinere Sperrmüllmengen bis 0,5 Kubikmeter gelten. Auch bei Altreifen soll sich etwas ändern: Sie sollen künftig nicht mehr pauschal, sondern pro Stück abgerechnet werden.

Bei der Sperrmüllabholung auf Abruf wird die Organisation gestrafft. Das soll rund 270.000 Euro sparen. Künftig könnten Metall und Elektrogeräte an anderen Tagen abgeholt werden als der übrige Sperrmüll, allerdings weiterhin innerhalb derselben Woche.

Weniger genutzte Angebote fallen weg

Einige Angebote sollen künftig gestrichen werden. Dazu gehört die mobile Problemstoffsammlung im Herbst an 125 Standorten. Nach Angaben der Verwaltung nutzen viele Haushalte dafür ohnehin das eigene Auto. Stattdessen verweist der Landkreis auf die bestehenden Sammeltermine an den sechs großen Entsorgungszentren.

Auch die Grüngutabfuhr auf Abruf soll wegfallen, weil sie nur wenig nachgefragt wurde. Das bestehende Netz mit 46 Annahmestellen im Alb-Donau-Kreis bleibt dagegen bestehen. Wie stark die Müllgebühren ab 2027 tatsächlich steigen, entscheidet der Kreistag erst nach der endgültigen Kalkulation.

Das könnte Dich auch interessieren

20.03.2026 Müllberge in unseren Wäldern - Berichte häufen sich Ein Spaziergänger entdeckte den großen Müllberg bereits am Montagvormittag. Die Abfälle lagen neben einem Waldweg auf einer Rasenfläche unterhalb der Buchtalhütte, unweit der Zufahrt zur K7410 und nahe der Grenze zum Landkreis Reutlingen. Nach ersten Erkenntnissen wurden die Abfälle in den vergangenen Tagen dort abgeladen. Riesiger Müllberg Neben ausrangierten Möbeln und Elektroschrott fanden sich auch 20.07.2026 Neue Recyclinganlage in Achstetten Die Unternehmen Max Wild aus Berkheim und SCHWENK aus Ulm haben gemeinsam eine neue nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten im Landkreis Biberach eröffnet. Betrieben wird sie von der gemeinsamen Gesellschaft SW BAUMINERALIK Donau-Iller. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit wurde die Anlage offiziell in Betrieb genommen. Die Investition liegt nach Angaben der Unternehmen im unteren zweistelligen Millionenbereich. 01.07.2026 Mehr Platz für Ulms Warenkörbe Die zusätzliche Fläche umfasst rund 38.000 Quadratmeter. Sie soll zusätzliche Kapazitäten für den Kombinierten Verkehr in der Region schaffen. An der Eröffnung nahmen Ralf-Günter Kloß vom Vorstand der DB Cargo AG und Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher teil. Die Erweiterung soll die Lieferketten für die regionale Wirtschaft robuster machen. Depot wächst und wächst Die neue Fläche 26.06.2026 Abfallbilanz 2025: Landkreis Biberach hat weniger Hausmüll Der Abfallwirtschaftsbetrieb in Biberach hat die Abfallbilanz für 2025 vorgelegt. Pro Einwohner waren es 135,5 Kilogramm Hausmüll, etwas weniger als 2024. Insgesamt fiel im Landkreis ebenfalls weniger Abfall an: rund 89.700 Tonnen nach 93.000 Tonnen im Vorjahr. Mehr Sperrmüll und Alttextilien Gestiegen ist dagegen der Sperrmüll auf 3.044 Tonnen, nach 2.760 Tonnen im Jahr 2024.