Amtsinhaber Alexander Baumann hatte schon im Frühjahr bekanntgegeben, dass er Ende des Jahres, nach insgesamt 16 erfolgreichen Jahren im Amt, aufhört. Bislang gab es auf dem freiwerden OB-Posten nur einen Bewerber, den Ehinger Sozialbürgermeister Tobias Huber. Am Freitag (03.07.) hat nun ein weiterer Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen: Martin Krämer, der Bürgermeister der Alb-Donau-Kreis-Gemeinde Obermarchtal.
Martin Krämer ist zwar CDU-Mitglied, in Ehingen tritt er aber als unabhängiger Kandidat an. Und das aus gutem Grund. Der 49-jährige sagt: "Als Oberbürgermeister sollte es nicht ums Parteibuch gehen, sondern um die Belange der Stadt." Es gehe ihm um die Sache und um die Menschen.
Als Bürgermeister bringt er seiner Meinung nach die nötige Erfahrung mit: "Von A bis Z geht alles über meinen Schreibtisch, hier ist alles Chefsache." 2018 wurde Krämer zum Bürgermeister von Obermarchtal gewählt. Bei der Wahl im März diesen Jahres wurde er mit 85,6 % im Amt bestätigt, hätte also für weitere acht Jahre das Sagen im Rathaus, wenn er denn nicht zum Ehinger OB gewählt wird. Der CDU-Politiker sitzt auch im Kreistag.
Krämer setzt auf Verlässlichkeit und einen ehrlichen Umgang mit der Bürgerschaft. Er sucht den Kontakt mit den Bürgern, deshalb hat er die Zuhörtour "auf ein Wort" ins Leben gerufen. Er will in den kommenden Wochen in Ehingen, in den Ortschaften, bei den Gewerbetreibenden und Vereinen gezielt präsent sein und mit ihnen ins Gespräch kommen. Martin Krämer ist verheiratet und hat eine Tochter.
Der Bürgermeister von Obermarchtal spricht über seine Kandidatur, seine acht Kernthemen und seine Pläne für Wohnen, Innenstadt, Wirtschaft und Sicherheit in Ehingen.
Beschreibung: Martin Krämer ist Bürgermeister von Obermarchtal, Kreisrat im Alb-Donau-Kreis und kandidiert nun als Oberbürgermeister für Ehingen. Im Gespräch erklärt er, warum er diesen Schritt geht, weshalb er trotz CDU-Mitgliedschaft unabhängig antritt und warum er seinen Wahlkampf nach eigenen Angaben selbst finanziert.
Inhaltlich geht es um seine acht Kernthemen für Ehingen. Krämer spricht unter anderem über bezahlbares Wohnen, eine mögliche städtische Wohnungsbaugesellschaft, Betreuung und Bildung, den Erhalt von Einrichtungen in den Teilorten und mehr Austausch zwischen Verwaltung, Vereinen und Ehrenamt.