Im Alb-Donau-Kreis und in der Stadt Ulm ist die regionalen Gesundheitsversorgung schon seit Langem eng verbrieft, etwa mit Konzepten für einen Massenanfall von Verletzten oder während der Corona-Pandemie. Immer wieder gibt es große Übungen. Jetzt wurde diese Zusammenarbeit weiter vertieft. Dazu gehören eine Menge Beteiligte: Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Ulm, der Landratsämter Alb-Donau-Kreis und Neu-Ulm, der Polizei Ulm, der unteren Katastrophenschutzbehörden und der Blaulichtorganisationen, des Bundeswehrkrankenhauses Ulm, des Universitätsklinikums Ulm, des Alb-Donau Klinikums sowie der Kreisspitalstiftung Weißenhorn kamen zu einem intensiven Austausch zusammen.
Geplant wurde das Treffen bereits im Dezember 2025. Im Mittelpunkt standen der Austausch von Erfahrungen und Best-Practice-Beispielen, die bessere Nutzung von Synergien sowie die Strukturierung der weiteren Zusammenarbeit. Künftig sollen auch weitere zentrale Akteure wie die Kreisärzteschaft stärker eingebunden werden.
Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte die Bundeswehr zudem den „Operationsplan Deutschland“ (OPLAN DEU) für den militärischen Teil der Gesamtverteidigung erarbeitet. Konkrete Inhalte dieses Plans sind auf kommunaler Ebene bislang jedoch nur eingeschränkt bekannt. Außerdem deckt er nicht alle Aspekte der zivilen Verteidigung und Krisenvorsorge ab. Deswegen soll die Krisenversorgung in den Kommunen weiterentwickelt werden.
Gleichzeitig wird betont: Krisenvorsorge ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Im Ernstfall konzentrieren sich die Behörden vor allem auf den Schutz der kritischen Infrastruktur wie Kliniken, Pflegeeinrichtungen oder die Trinkwasserversorgung. Eine umfassende Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger kann dann nicht garantiert werden.
Deshalb kommt der Eigenverantwortung eine zentrale Rolle zu. Wer vorsorgt, etwa mit ausreichend Trinkwasser und Lebensmitteln für mehrere Tage, und sich im Wohnumfeld gegenseitig unterstützt, hilft mit, Krisen besser zu bewältigen.