Alle fünf Minuten ein neues Live-Bild: Das Mega-Gerüst im Ulmer Münster wächst und wächst – und man kann online zuschauen, wie die Aufbauarbeiten voranschreiten. Bis Ostern soll das 42 Meter hohe, 13,5 Meter breite und 100 Tonnen schwere Alugerüst stehen.
Es dient der Sanierung von Decke und Wänden, nachdem im Frühjahr 2023 ein größeres Stück Deckenputz abgefallen war. Gleichzeitig wird das überdimensionale 145 m² große „Weltgericht“-Fresko vor dem Chorraum restauriert. Das mittelalterliche Großgemälde entstand Ende des 15. Jahrhunderts und zeigt Christus als Weltenrichter. Es gilt als das größte Fresko nördlich der Alpen.
Das Mega-Gerüst bleibt voraussichtlich sieben Jahre im Kirchenschiff stehen, bis die umfangreichen Arbeiten abgeschlossen sind. Münsterdekan Torsten Krannich hat schon früher betont, dass der Zugang zum Münsterturm durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt wird. Auch die Gottesdienste finden weiter statt. Allerdings wird der Münster-Aufstieg bis zur höchsten Plattform erst wieder im Sommer 2027 möglich sein – pünktlich zum 650-jährigen Bestehen des Ulmer Münsters.
Die Restaurierung erfolgt in mehreren Phasen: Erst werden die Schäden genau analysiert, bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen und die Kosten abschätzbar sind. Trotz Gerüstaufbau und Baustelle bleibt das Ulmer Münster aber weiterhin ein sehr beliebtes Ziel – rund eine Million Menschen besuchen die Kirche mit dem schönsten Kirchturm der Welt jährlich, über 100.000 wagen sich auf die Wendeltreppen für den Turmaufstieg.
Wer also den Fortschritt des Gerüstbaus hautnah erleben möchte, kann online alle fünf Minuten neue Bilder vom aktuellen Stand sehen – und zwar hier.