Allgäu - Region der Lebensretter

ehrenamtliches Engagement

Im Allgäu können künftig Menschen mit Verdacht auf einen Herz-Kreislaufstillstand bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes überlebenswichtige Hilfe erhalten.

Bei einem Herzstillstand sind die Überlebenschancen bis der Rettungsdienst eintrifft nur noch minimal, denn bereits nach kürzester Zeit treten irreversible Gehirnschäden auf. Nur 10-15 Prozent der rund 70.000 Menschen, die in Deutschland pro Jahr einen Herzstillstand erleiden, überleben – trotz der Fortschritte in der Notfall- und Intensivmedizin. Diese Überlebenschance kann stark gesteigert werden, wenn umgehend eine Wiederbelebung begonnen wird.

Durch ein App-basiertes System, welches der Verein Region der Lebensretter e.V. seit 2018 etabliert hat, können Rettungsleitstellen registrierte Ersthelfende in der unmittelbaren Nähe eines Notfalls über das Smartphone orten und alarmieren. Damit dieses System im Gebiet der Integrierten Leitstelle Allgäu in Kempten eigerichtet werden konnte, wurden in den vergangenen Monaten die organisatorischen, rechtlichen und technischen Vorraussetzungen geschaffen.

Aktuell steht das Projekt noch am Anfang, soll aber in naher Zukunft West-, Ober- und Ostallgäu sowie die kreisfreien Städte Kempten und Kaufbeuren abdecken.

„Jede Sekunde zählt und deshalb finde ich die Initiative der Region der Lebensretter sehr wichtig“, betont der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), der die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat. „Mit dem Einsatz digitaler Technik noch schneller handeln zu können, ist entscheidend.“

Das Projekt im Allgäu startet als Kooperation des Vereins Region der Lebensretter e.V. zusammen mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu, der Integrierten Leitstelle Allgäu, den BRK Kreisverbänden Lindau, Oberallgäu und Ostallgäu, dem Regionalverband Bayerisch Schwaben der Johanniter e.V., der DLRG Oberallgäu und Füssen, der Bergwacht Allgäu, dem Klinikverbund Allgäu, der Asklepios-Klinik Lindau, der Rotkreuz-Klinik Lindenberg, den Feuerwehren in Kempten, Kaufbeuren, Oberallgäu, Ostallgäu und des Landkreises Lindau, dem Technischen Hilfswerk sowie den lokalen Notarztvereinen in Lindenberg, Kempten und im Oberallgäu.

Um den geplanten Start im November 2022 verwirklichen zu können, wird zu Spenden und der Registrierung von potenziellen Ersthelfenden aufgerufen.

Weitere Infos zu den Unterstützungsmöglichkeiten und aktuelle Infos zur Projektregion Allgäu findet ihr auf der Website des Vereins.

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