An der A8 entsteht eine Corona-Teststation

Seit Samstagmorgen bauen ehrenamtliche Helfer des Technischen Hilfswerk auf dem Parkplatz Kemmental an der Autobahn 8 eine Corona-Teststation auf. Nach Informationen des baden-württembergischen Sozialministerium ist die Eröffnung für Freitag geplant.




Rund 70 Helfer des THW aus Ulm, Blaubeuren, Biberach, Weingarten, Wangen und Riedlingen sind mit zwei Dutzend schweren Fahrzeugen vorgefahren, um die zweite baden-württembergische Autobahn-Teststation aufzubauen. Der Parkplatz Kemmental an der A8 zwischen Ulm-West und Merklingen in Fahrtrichtung Stuttgart bietet ausreichend Platz für drei parallele Fahrspuren, auf denen Reiserückkehrer die verpflichtenden Corona-Tests schnell und unkompliziert durchführen lassen können.

Wann genau die Teststation in Betrieb geht, konnte Pascal Murmann, Pressesprecher des Sozialministerium, am Samstag noch nicht abschließend sagen. „Es finden selbst am Wochenende noch Gespräche statt“, denn es wird nicht nur die Infrastruktur benötigt, sondern auch Ärzte für die Probenentnahme und medizinisches Assistenzpersonal, um einen mehrwöchigen Betrieb gewährleisten zu können. Geplant sind, auch abhängig vom Andrang, Öffnungszeiten ähnlich der Teststation an der A5 in Baden, dort ist täglich von sieben bis 22 Uhr geöffnet.

Die Ärzte werden zum Teil Hausärzte aus der Region sein, aber auch Ärzte der Krankenhäuser des Alb-Donau-Kreises werden neben ihrer normalen Arbeit zusätzlich an der Teststation tätig. Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat Heiner Scheffold bestätigte eine entsprechende Anfrage des Sozialministerium.

Neben den Räumen für die Abstriche baut das THW eine komplette Infrastruktur auf dem Parkplatz auf, auch muss das Personal dort verpflegt werden und Toiletten haben. Ein Spezial-Lkw des THW Wangen versorgt den Parkplatz mit WLAN, damit die Planungen des Sozialministerium umgesetzt werden können: „Bei uns ziehen Sie die Versichertenkarte durch“. Durch Lesegeräte und Laptops sollen die Proben sicher zu den Reisenden zugeordnet werden und eine schnelle Rückmeldung an die Untersuchten möglich werden, so Murmann.

Baden-württembergische Reisende, sie aus einem Risikogebiet zurückkommen, müssen sich nach der Corona-Verordnung vierzehn Tage in Quarantäne begeben und dürfen in der Zeit auch keinen Besuch empfangen. Außerdem müssen sie sich bei der Ortspolizeibehörde melden. Wer weniger als 48 Stunden vor der Rückreise oder nach der Einreise einen negativen Coronatest vorlegen kann, ist von der Quarantäne befreit. Dazu können kostenlose Tests zukünftig auch an der Teststation Kemmental durchgeführt werden. Man muss nicht schon auf der Heimreise dort vorfahren, man kann auch erst daheim ausladen, die Quarantäne beachten und ausschließlich für den Test zu einer Teststation fahren, dort braucht man sich nicht anzumelden. Daneben gibt es regional weitere Testmöglichkeiten mit Terminvereinbarung zum Beispiel in Fieberambulanzen oder bei Hausärzten. Die Gesundheitsämter der Landratsämter haben dazu weitere Informationen im Internet veröffentlicht.

Text/Foto: Thomas Heckmann

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