Angeklagter schweigt in Prozess um Mord und Vergewaltigung

Nach Leichenfund in Amstetten

Im Prozess wegen Mordes und Vergewaltigung eines 35-Jährigen vor dem Landgericht Ulm hat der Angeklagte zu Prozessbeginn geschwiegen. Der Verteidiger des Mannes kündigte am Freitag an, dass der 30-Jährige keine Angaben zur Sache machen werde.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, den Bekannten in der Nacht auf den 1. Dezember 2021 in seiner Wohnung in Amstetten (Alb-Donau-Kreis) mit Alkohol wehrlos gemacht und vergewaltigt zu haben. Da der stark alkoholisierte Mann sich in der Folge übergeben musste und über keinen Würgereiz mehr verfügte, erstickte er an seinem Erbrochenen. Der Angeklagte soll es unterlassen haben einen Arzt zu rufen, da er gefürchtet haben soll, dass die Vergewaltigung sonst entdeckt würde.

Die Leiche des Mannes soll der Angeklagte noch in der Nacht zu einem entlegenen Acker bei Amstetten gefahren und an einem Waldrand abgelegt haben. Es sei Zufall gewesen, dass ein Landwirt den Leichnam am 1. Dezember beim Pflügen eines Feldes entdeckt habe, sagte ein Kriminaltechniker der Polizei vor Gericht.

Der Pakistaner flüchtete laut Anklage anschließend nach Portugal. Seit seiner Auslieferung sitzt er wegen Vorwurf des Mordes und der Vergewaltigung mit Todesfolge in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage bis Mitte Juni geplant.

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