Angeklagter schweigt nach tödlicher Messerattacke

Zum Auftakt des Mordprozesses nach einer tödlichen Messerattacke in einem Linienbus im Allgäu hat der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen.




Der 38-jährige Angeklagte ließ am Dienstag durch seinen Verteidiger nach Verlesung der Anklageschrift vor dem Kemptener Landgericht erklären, dass er sich nicht zur Sache äußern werde.

Dem Mann wird vorgeworfen, im Juli 2020 in Obergünzburg, Landkreis Ostallgäu, mit einem Küchenmesser mehrfach auf seine damals getrennt lebende Ehefrau eingestochen und sie so getötet zu haben, wir berichteten. Mehrere Schüler hatten den Angriff im Bus miterlebt. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft war Rache das Motiv für die Tat.

Dem Mann mit afghanischer Staatsbürgerschaft war demnach im Februar 2020 verboten worden, mit seiner Frau Kontakt aufzunehmen. Er habe sie zuvor geschlagen und gedroht, sie mit einem Messer zu erstechen. In der Folge habe sich der 38-Jährige daran gestört, nicht mehr die Rolle des Familienoberhaupts erfüllen zu können.

Mit einem Urteil ist nach Angaben des Kemptener Landgerichts voraussichtlich Mitte Februar zu rechnen. Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine lebenslange Haftstrafe.

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