Angriff auf Lehrer in Ulm - Gericht hebt Haftbefehl auf

Weil er seinen ehemaligen Lehrer angegriffen und schwer verletzt haben soll, steht ein 23-Jähriger in Ulm vor Gericht. Kurz vor dem Urteil gibt es eine überraschende Wende.

Im Prozess um den Angriff auf einen Lehrer in Ulm hat das Landgericht den 23 Jahre alten Angeklagten auf freien Fuß gesetzt. Der Haftbefehl sei aufgehoben worden, sagte eine Gerichtssprecherin. Die Kammer habe keinen dringenden Tatverdacht gegen den Mann mehr gesehen. Weitere Details nannte die Sprecherin nicht. Ein Urteil in dem Verfahren soll am Mittwoch fallen.

Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer unter anderem wegen versuchten Totschlags eine Haftstrafe von acht Jahren, der Anwalt des Opfers schloss sich der Forderung an, so die Gerichtssprecherin.

Der Verteidiger des Angeklagten beantragte demnach den Freispruch seines Mandanten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23-Jährigen versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte den damals 34 Jahre alten Lehrer im vergangenen Februar mit einer Art Baseballschläger auf den Kopf geschlagen und lebensgefährlich verletzt haben.

Der Verteidiger des 23-Jährigen hatte in einer Erklärung beim Prozessauftakt deutlich gemacht, dass sein Mandant weiter seine Unschuld beteuert. «Und das aus gutem Grund: Er hat die Tat nicht begangen», erklärte der Verteidiger. Drei Wochen nach der Tat war der frühere Schüler des Lehrers festgenommen worden.

Das könnte Dich auch interessieren

04.03.2026 Großbrand in Ulmer Theaterlager: 42-Jähriger vor Gericht Rund neun Monate nach dem Feuer im Requisitenlager des Theaters Ulm steht ab heute (9.00 Uhr) der mutmaßliche Brandstifter vor Gericht. Laut Staatsanwaltschaft wollte sich der Obdachlose dafür rächen, dass er tags zuvor aus dem Gebiet verwiesen worden war. Zusammen mit anderen Wohnsitzlosen hatte sich der 42-Jährige in der Nähe der Halle ein Übernachtungslager eingerichtet. Bei 03.03.2026 Ulm/Göppingen: Haftstrafe für 35-Jährigen nach Maschinenpistolen-Angriff Wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung mit einer Maschinenpistole ist ein 35-Jähriger vom Landgericht Ulm zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann nahe einer Göppinger Asylunterkunft einen 24-Jährigen mit einer Maschinenpistole schwer verletzte. Die Kugel traf den Mann in die Brust, durchschlug eine 02.02.2026 Ulm - Millionenstreit um Ulmer IntercityHotel vor Gericht Es ist ein Streit um Millionen. Vor dem Ulmer Landgericht stehen sich die städtische Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft (UWS) und die IntercityHotel GmbH gegenüber. Es geht um Mietschulden, schwere Vorwürfe und die Schuld an einem Wasserschaden. Dieser legte das Hotel am Bahnhof im Dezember 2022 lahm. Die Verhandlung am Freitagnachmittag zog sich über drei Stunden hin. 28.01.2026 Ulm: Messerattacke auf Partner der Tochter - Vater wegen versuchten Mordes vor Gericht Ein Familienstreit in der Ulmer Innenstadt eskalierte Anfang des Jahres auf dramatische Weise: Ab heute steht ein 52-jähriger Mann wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Ulm. Laut Anklage griff der Mann den Freund seiner Tochter in einem Lokal mit einem Messer an, weil er gegen die Beziehung und die bevorstehende Hochzeit war.