Anklage nach Anschlag auf Elbit Systems in Ulm erhoben

Anschlag

Gegen fünf internationale Aktivisten, die im September in Ulm ein Rüstungsunternehmen angegriffen haben sollen, hat jetzt die Generalstaatsanwaltschaft Anklage beim Landgericht Stuttgart erhoben.

Gegen fünf internationale Aktivisten, die im September 2025 die deutsche Tochter des israelischen Rüstungsunternehmens Elbit Systems in Ulm angegriffen haben sollen, hat die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart nun Anklage beim Landgericht Stuttgart erhoben.

Den Beschuldigten – drei Frauen und zwei Männer aus Irland, Großbritannien, Spanien und Deutschland – wird unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gemeinschaftliche Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen zur Last gelegt. Letzteres bezieht sich auf Symbole, die von der palästinensischen Terrororganisation Hamas verwendet werden.

Schaden beläuft sich auf rund eine Million Euro

Der Angriff hatte sich in den frühen Morgenstunden des 8. September 2025 ereignet. Laut Anklage verschafften sich die fünf Aktivisten über ein Seitenfenster Zutritt zu den Büroräumen des Unternehmens. Sie zerstörten Bildschirme, PCs, Telefone sowie technische Geräte in einem Labor, beschädigten Fenster und Wände und setzten Rauchbomben ein. Zusätzlich wurden Bekennervideos für soziale Medien gedreht. Der dadurch entstandene Schaden beläuft sich auf rund eine Million Euro. Mindestens sechs weitere Beteiligte sollen an dem Angriff beteiligt gewesen sein, ihre Identität ist bislang unbekannt. Alle fünf Hauptbeschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft.

Elbit Systems Deutschland stellt unter anderem Drohnen, Nachtsichtgeräte und hochauflösende Kameras für militärische Zwecke her, betreibt in Ulm aber nur seinen Verwaltungssitz.

Die Ermittlungen laufen weiter, unterstützt durch das Staatsschutzzentrum bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg.

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