Apfelernte 2026: Weniger Ertrag, aber besonders süße Früchte in Baden-Württemberg

Die Apfelsaison steht kurz vor dem Start – und in diesem Jahr fällt die Ernte voraussichtlich kleiner aus als zuletzt.

Die Obstbauern in Baden-Württemberg rechnen mit rund 20 Prozent weniger Äpfeln als im vergangenen Jahr. Dafür sollen die Früchte besonders süß und aromatisch sein.

Am Bodensee beginnt die Haupternte in den kommenden Tagen. Vor allem die Trockenheit der vergangenen Monate hat den Obstbäumen zugesetzt. Wo nicht ausreichend bewässert werden konnte, sind insbesondere frühe Sorten wie Elstar und Gala kleiner geblieben.

Späte Sorten könnten noch profitieren

Bei späteren Sorten wie Jonagold hoffen die Obstbauern noch auf einen Wachstumsschub. Der zuletzt gefallene Regen könnte dafür sorgen, dass die Früchte bis zur Ernte noch etwas zulegen.

Neben der Trockenheit war auch Sonnenbrand ein Thema. Ein Teil der Äpfel wurde dadurch beschädigt. Insgesamt wird die Qualität der Ernte aber als gut eingeschätzt. Nach Angaben des Landesverbands Erwerbsobstbau seien die Früchte in diesem Jahr besonders süß und aromatisch.

Werden Äpfel jetzt teurer?

Ob Verbraucher im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt mehr für Äpfel bezahlen müssen, ist noch offen. Die Erntemenge in Baden-Württemberg allein entscheidet nicht über den Preis.

Eine wichtige Rolle spielt das Angebot auf dem gesamten europäischen Markt. Besonders die Ernten in Polen und Italien haben Einfluss auf die Preisentwicklung. In Polen gab es in diesem Jahr unter anderem Frostschäden.

Gleichzeitig geht der Apfelkonsum zurück. Auch das wirkt sich auf die Preise und die Situation der Obstbauern aus.

Obstbauern hoffen auf bessere Erzeugerpreise

Für die Landwirte bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Im vergangenen Jahr lagen die Erzeugerpreise laut Landesverband bei etwa 21 bis 25 Cent pro Kilogramm.

In diesem Jahr hoffen die Obstbauern auf höhere Preise. Ob sich das auch direkt an der Supermarktkasse bemerkbar macht, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Sollte es zu Preissteigerungen kommen, dürften diese nach Einschätzung des Verbands aber eher moderat ausfallen.

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