Appell für Ulm: keine Präsenzgottesdienste und religiöse Veranstaltungen

Angesichts hoher Inzidenzwerte in der Stadt Ulm appelieren Oberbürgermeister Czisch und Landrat Scheffold an Kirchen und Religionsgemeinschaften in Ulm auf Präsenzgottesdienste und religiöse Veranstaltungen zu verzichten.




Die Zahl der COVID-19-Infektionen und die 7-Tage-Inzidenzwerte in der Stadt Ulm sind in den letzten Tagen stark gestiegen. Der vom Landesgesundheitsamt ermittelte Inzidenzwert für das Stadtgebiet Ulm lag gestern (15.04.2021) über 190. Deshalb appellieren Oberbürgermeister Gunter Czisch und Landrat Heiner Scheffold in einem gemeinsamen Aufruf an die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Stadtgebiet Ulm, ab dem Wochenende auf Präsenzgottesdienste und religiöse Zusammenkünfte zu verzichten.

„Die Lage ist ernst, die Inzidenzzahlen steigen zu schnell. Füreinander zu sorgen, das bedeutet jetzt, wo immer möglich Kontakte reduzieren, auf Zusammenkünfte verzichten“, erklärten Oberbürgermeister Czisch und Landrat Scheffold gemeinsam. „Deshalb appellieren wir an alle Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften, von Präsenzgottesdiensten und religiösen Feiern in nächster Zeit abzusehen.“

Fürsorge füreinander sei aktuell auch der Verzicht auf direkte Kontakte

Beide wiesen darauf hin, dass es bei den Konfessionen bereits innerkirchliche Regelungen gibt, bei sehr hohen Inzidenzwerten auf Präsenzgottesdienste zu verzichten. Oberbürgermeister Gunter Czisch und Landrat Heiner Scheffold sagten weiter: „Wir wissen, wie sehr gläubige Menschen der religiösen Gemeinschaft bedürfen. Das gilt für Christen, für Juden, für Muslime, für die gerade der Ramadan begonnen hat, und für Angehörige anderer Religionen gleichermaßen. Aber jetzt Risiken zu vermeiden durch den Verzicht auf direkte Kontakte, das ist in der aktuellen Situation genau der Weg, um Fürsorge füreinander auszudrücken.“

Sowohl der Landrat wie auch der Oberbürgermeister erklärten, dass, anders als in der ersten und zweiten Corona-Welle, durch die zunehmende Dominanz der wesentlich ansteckenderen Virusmutationen das Risiko einer Infektion bei persönlichen Kontakten nochmals deutlich gestiegen sei. „Auch deshalb bitten wir jetzt eindringlich die Kirchen und religiösen Gemeinschaften, auf Präsenzgottesdienste und religiöse Feiern zu verzichten.“

Sollten im Alb-Donau-Kreis im Laufe der kommenden Woche die Inzidenzwerte auch in Größenordnungen wie derzeit in Ulm steigen, bittet Landrat Heiner Scheffold die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Kreisgebiet, in diesem Fall ebenfalls auf Präsenzgottesdienste und Veranstaltungen zu verzichten.

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