Arbeitsmarkt im Südwesten und in Bayern bleibt angespannt

Arbeitslosigkeit bleibt über Vorjahresniveau

Die Arbeitslosigkeit ist im Juni in Baden-Württemberg und Bayern nur leicht gesunken beziehungsweise nahezu stabil geblieben. Im Vergleich zum Vorjahr sind in beiden Bundesländern aber mehr Menschen ohne Job.

Der Arbeitsmarkt kommt in Baden-Württemberg und Bayern weiter nicht richtig in Schwung.

In Baden-Württemberg waren im Juni 296.058 Menschen arbeitslos. Das sind zwar 0,6 Prozent weniger als im Mai, aber fast 7.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Südwesten wie schon im Mai bei 4,6 Prozent. Im Juni 2025 hatte sie noch bei 4,5 Prozent gelegen.

In Bayern zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort sank die Zahl der Arbeitslosen im Juni im Vergleich zum Mai nur leicht um 630 auf 312.927. Auch hier liegt die Arbeitslosigkeit über dem Vorjahr: Damals waren 7.220 Menschen weniger ohne Job. Die Arbeitslosenquote in Bayern blieb im Juni unverändert bei 4,0 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent.

Unternehmen bleiben vorsichtig

Grund für die schwache Entwicklung ist laut den Arbeitsagenturen die weiterhin schwierige wirtschaftliche Lage. Viele Unternehmen zögern demnach mit Neueinstellungen. In Baden-Württemberg gibt es aber auch eine leichte positive Entwicklung: Bei jungen Menschen ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Mai überdurchschnittlich um 2,6 Prozent gesunken.

Die Lage bleibt auf beiden Seiten der Landesgrenze also angespannt. Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Bayern gibt es mehr Arbeitslose als vor einem Jahr. Die schwache Konjunktur wirkt sich damit weiter auf den Arbeitsmarkt aus – auch für Menschen und Unternehmen in Schwaben.

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