Asiatische Hornisse im Landkreis Biberach

Kreis Biberach verteidigt seine Honigbienen

Im Landkreis Biberach ist im vergangenen Jahr erstmals ein Nest der Asiatischen Hornisse nachgewiesen worden. Jetzt bittet das Landratsamt die Bürger um Mithilfe.

Die Art Asiatische Hornisse gilt in Deutschland als invasive gebietsfremde Spezies und kann erhebliche Auswirkungen auf die heimische Insektenwelt haben. Besonders betroffen ist die Honigbiene, wodurch auch Biodiversität und landwirtschaftliche Erträge beeinträchtigt werden können.

Winzige Nester

Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr werden die überwinterten Königinnen wieder aktiv und beginnen mit dem Bau sogenannter Gründungs- oder Primärnester. Diese sind anfangs meist nur etwa tischtennisballgroß und befinden sich häufig in geschützten Bereichen in niedriger Höhe – etwa in Gartenhäusern, Geräteschuppen, unter Carports, an Dachvorsprüngen, in Hecken oder auch in Rollladenkästen. Gerade jetzt im Frühjahr besteht die Chance, diese kleinen Nester frühzeitig zu entdecken und entfernen zu lassen.

Das Landratsamt Biberach bittet deshalb die Bevölkerung um Mithilfe. „Wenn Sie ein Nest der Asiatischen Hornisse entdecken oder sich bei einer Beobachtung unsicher sind, melden Sie dies bitte mit einem Foto über die offizielle Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. Lieber einmal zu oft melden als gar nicht. Hinweise aus der Bevölkerung helfen dabei, Nester und Einzeltiere frühzeitig zu entdecken“, erklärt Hubert Baur, Leiter des Amts für Bauen und Naturschutz.

Vorsicht: Nicht den Helden spielen

Die eingehenden Meldungen werden von Fachleuten geprüft. Bürgerinnen und Bürger erhalten anschließend eine Rückmeldung zum weiteren Vorgehen. Bestätigte Funde werden zudem in einer Fundkarte dokumentiert, um die Ausbreitung der Art besser nachvollziehen zu können.

Wichtig: Die LUBW rät dringend davon ab, Nester eigenständig zu entfernen. Maßnahmen erfolgen ausschließlich nach fachlicher Prüfung und in Abstimmung mit den zuständigen Stellen – und nur mit entsprechender Schutzausrüstung.

Weitere Informationen stellt neben der LUBW auch die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim bereit.

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