Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt geht weiter

Die Zahl der Arbeitslosen in Schwaben ist im Juli entgegen saisonüblicher Muster weiter gesunken.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm waren im Juli 8 771 Menschen arbeitslos gemeldet, 289 oder 3,2 Prozent weniger als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 2 062 Personen oder 19,0 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,5 Prozent.

„Üblicherweise steigt die Arbeitslosigkeit im Juli, doch der regionale Arbeitsmarkt nahm den Schwung der letzten Monate mit und zeigte sich überdurchschnittlich aufnahmefähig“, berichtet Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. Mit Ausnahme der unter 25-jährigen ging die Arbeitslosigkeit über alle Personengruppen hinweg zurück. „Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist für die Sommermonate typisch. Viele junge Menschen beenden Schule oder Ausbildung, suchen eine Anschlussbeschäftigung und melden sich über den Sommer vorübergehend arbeitslos“, so Auch.

Am Stellenmarkt meldeten regionale Arbeitgeber mit 1 693 Arbeitsangeboten deutlich mehr neue Stellen als vor vier Wochen. Zugenommen hat die Personalnachfrage verstärkt im Bereich Personalüberlassung, im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Damit kletterte der Bestand an offenen Arbeitsstellen um 603 Offerten auf 5 200 Arbeitsangebote. Mehr gemeldete Arbeitsstellen gab es zuletzt im September 2019.

Der Agenturbezirk im Landesvergleich

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm ging die Arbeitslosigkeit um 3,2 Prozent zu-rück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent. Unter den Agenturbezirken in Baden-Württemberg ist das der niedrigste Wert. Im Vorjahr lag die Quote bei 3,5 Prozent. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Land ging um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent zurück. Zum Vorjahr sind das 0,6 Prozentpunkte weniger. Die Arbeitslosigkeit im Land sank um 1,9 Prozent.

Zu den Kreisen im Agenturbezirk

Biberach. Im Landkreis Biberach sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozent-punkte auf 2,4 Prozent. Im Land ist das die niedrigste Quote, gemeinsam mit dem Bodenseekreis. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,0 Prozent. Mit 2 924 Frauen und Männern waren 70 oder 2,3 Prozent weniger Menschen arbeitslos als vor vier Wochen. Die Agentur für Arbeit in Biberach betreute 1 651 Menschen (minus 17), das Jobcenter des Landkreises Biberach betreute 1 273 Frauen und Männer (minus 53).

Alb-Donau-Kreis. 3 062 Menschen waren arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (1 925) oder das Jobcenter (1 137) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind 113 oder 3,6 Prozent weniger Menschen als im Juni. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,4 Prozent.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 2 785 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 412) und das Jobcenter (1 373) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Somit nahm die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 106 Personen oder um 3,7 Prozent ab. Die Arbeitslosenquote sank auf 3,8 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als vor vier Wochen und 0,8 weniger als vor einem Jahr. Unter den neun Stadtkreisen ist das die niedrigste Quote im Land.

Günzburg. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Landkreis Günzburg setzt sich im Juli weiter fort. Die Arbeitslosenquote ist auf 2,0 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte) zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 119 bzw. 7,2 Prozent gesunken. Insgesamt waren im Juli im Land-kreis 1.531 Menschen arbeitslos gemeldet. Auch im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Damals betrug die Arbeitslosenquote 2,8 Prozent. Allerdings war auch der Juli 2020 noch stark von der Corona-Krise geprägt. Verglichen mit früheren Jahren liegt die Arbeitslosigkeit noch immer weit höher. Im Juli 2019 betrug die Arbeitslosenquote 1,7 Prozent. „Erfreulich ist jedoch, dass der Stellenmarkt deutlich zulegt und die Arbeitgeber wieder stärker einstellen“, berichtet Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Neu-Ulm. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Landkreis Neu-Ulm setzt sich im Juli weiter fort. Die Arbeitslosenquote ist auf 2,6 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte) zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 184 bzw. 6,4 Prozent gesunken. Insgesamt waren im Juli im Land-kreis 2.711 Menschen arbeitslos gemeldet. Auch im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Damals betrug die Arbeitslosenquote 3,6 Prozent. Allerdings war auch der Juli 2020 noch stark von der Corona-Krise geprägt. Verglichen mit früheren Jahren liegt die Arbeitslosigkeit noch immer weit höher. Im Juli 2019 betrug die Arbeitslosenquote 2,1 Prozent. „Erfreulich ist jedoch, dass der Stellenmarkt deutlich zulegt und die Arbeitgeber wieder stärker einstellen“, berichtet Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Weitere Kreise

Bodenseekreis. 3.010 Arbeitslose (1.383 Frauen, 1.627 Männer), minus 242 zum Vormonat, Arbeitslosenquote im Juli: 2,4 Prozent

Landkreis Konstanz. 6.149 Arbeitslose (2.718 Frauen, 3.431 Männer), minus 204 zum Vormonat, Arbeitslosenquote im Juli: 3,8 Prozent

Landkreis Ravensburg. 4.601 Arbeitslose (2.022 Frauen, 2.579 Männer), minus 83 zum Vormonat. Arbeitslosenquote im Juli: 2,8 Prozent

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