Das Projekt war einmal ein leuchtender Stern am Horizont für Bedürftige, vor allem im Ausland. Menschen im Alb-Donau-Kreis geben ihre alten Kleider im Sammelcontainer ab, die Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart verteilt sie in benachteiligte Länder. Damit ist jetzt Schluss.
Das Projekt sei nicht mehr finanzierbar, wie der Vorstand der Aktion, Anton Vaas, der swp mitteilt. Bis November musste der Verein beim damaligen Abnehmer bis zu 20 Cent pro Kilogramm draufzahlen. Seit dem Abnehmerwechsel ist es kostendeckend, dafür kommen Beschwerden der Bürgerschaft rein. Der aktuelle Partner kann die Container nicht rechtzeitig leeren, teilweise quillt die Kleidung aus den Sammelstellen.
Jetzt werden die Schotten also dicht gemacht. Alle 53 Container der Diözese Rottenburg-Stuttgart müssen weichen, in Langenau, Dietenheim und Lonsee sind sie bereits verschwunden. Ersatz gibt es keinen, lediglich die Wertstoffhöfe und Entsorgungszentren des Landratsamts bieten dann noch Möglichkeiten zur Abgabe von Altkleidern.
Für die Bürger eine denkbar schlechte Lösung. Denn der Bedarf war da, alle Container stets gefüllt. Die Sorge besteht, dass viele Altkleider wieder im Wald oder auf Parkplätzen entsorgt werden.