B10 Ulm: Land gibt 105 Millionen Euro Förderung für den Blaubeurer-Tor-Tunnel

Förderbescheid des Landes

Die Hälfte der geplanten Baukosten für den Bau des Blaubeurer-Tor-Tunnel und der neuen Wallstraßenbrücke an der Bundesstraße 10 in Ulm gibt das Land Baden-Württemberg als Förderung.

Einen Förderbescheid über 104.779.545 Euro übergab Verkehrsminister Winfried Hermann am Freitag im Ulmer Rathaus an Oberbürgermeister Gunter Czisch.

Die Blaubeurer-Tor-Brücke und die direkt daran anschließende Wallstraßenbrücke über die Bahngleise stammen aus den 1960er Jahren und sind sanierungsbedürftig. Die Stadt Ulm will die sechsspurige Brücke über die Bahn ersetzen und hat sich für die Brücke über das Eingangstor der mittelalterlichen Stadtbefestigung eine Tunnellösung überlegt. Damit soll die sechzig Jahre Bausünde einer Brücke über ein Denkmal beseitigt werden und gleichzeitig der unfallträchtige Ring als Verteiler abgelöst werden. Stattdessen sollen zwei ampelgeregelte T-Kreuzungen den Verkehr unfallfrei führen und mehrere Tausend Quadratmeter asphaltierte Fläche zur Grünfläche werden.

Fast 90 000 Fahrzeuge überqueren täglich die Brücken, wobei der Großteil innerörtlicher Verkehr zwischen Innenstadt, Einkaufszentren, Industriegebieten, Wissenschaftsstadt und Wohngebieten ist. In ihrem Förderantrag geht die Stadt Ulm von Baukosten von rund 208 Millionen Euro aus. Die Hälfte davon ist vom Regierungspräsidium als förderfähig eingestuft worden und so wird die Rekordsumme in acht Raten ausgezahlt werden. Nur drei Wochen nach der Antragstellung war der Förderantrag genehmigt und bereits im Januar wird das Planfeststellungsverfahren beginnen. Dieses Rekordtempo war nur möglich, weil sich in der Ulmer Koordinierungsstelle Großprojekte KOST Fachleute aller notwendigen Disziplinen ausschließlich auf die Neugestaltung des Blaubeurer-Tor-Areals konzentrieren können. Im gleichen Verfahren wurde auch die Straßenbahnlinie 2 quer durch die Stadt gebaut. Ziel ist es, noch vor der Landesgartenschau 2030 fertig zu sein.

Ein rund 200 Meter langer Tunnel wird dann neben dem Blaubeurer Tor die Nord-Süd-Verbindung herstellen und über eine Rampe an die 190 Meter lange Wallstraßenbrücke anschließen. Die Bauzeit ist von 2023 bis 2029 veranschlagt. Dabei wird die aus zwei parallelen Brücken bestehende Wallstraßenbrücke nacheinander erst abgerissen und dann neu aufgebaut, bis auf wenige Wochen Umbauzeit stehen dann immer in beide Fahrtrichtungen je eine Fahrspur zur Verfügung.

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