Die Kienlesbergstraße in Ulm wird am Freitagabend, 10. April 2026, ab 18.00 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Damit endet nach rund acht Wochen die Vollsperrung eines der wichtigsten Verkehrsabschnitte zwischen Eselsberg und der Ulmer Innenstadt. Die Kienlesbergstraße ist dazu eine wichtige Umleitung während der B10-Sperrung.
Die Straßensperrung war notwendig geworden, nachdem im Zuge der B10-Erneuerung die westliche Wallstraßenbrücke abgebrochen wurde. Seit dem 13. Februar war die Verbindung komplett unterbrochen – für Autos, Radfahrende, Fußgänger sowie den öffentlichen Nahverkehr.
Mit der Wiederöffnung der Kienlesbergstraße kehrt auch der öffentliche Nahverkehr dort in den regulären Betrieb zurück. Ab Betriebsbeginn fahren die Straßenbahnen der Linie 2 wieder auf ihrer gewohnten Strecke zwischen Wissenschaftsstadt und Innenstadt.
Auch mehrere Buslinien profitieren von der Freigabe: Die Linien 5, 6, 8, 10 und 13 kehren auf ihre regulären Routen zurück. Der bisher notwendige Schienenersatzverkehr sowie umfangreiche Umleitungen werden damit beendet.
Auch für den Autoverkehr bedeutet die Wiederöffnung eine deutliche Entlastung. Die Kienlesbergstraße ist eine wichtige Ausweichroute während der Bauarbeiten auf der B10 und verbindet das Lehrer Tal sowie den Eselsberg direkt mit der Innenstadt.
Durch die Freigabe dürfte sich der Verkehrsfluss in diesem Bereich spürbar normalisieren. Gleichzeitig wird jedoch erwartet, dass die Route wieder stärker belastet sein wird, da viele Verkehrsteilnehmende die Strecke natürlich wieder als Alternative nutzen.
Während der motorisierte Verkehr wieder rollt, bleiben die Geh- und Radwege entlang der Kienlesbergstraße weiterhin gesperrt. Nach aktuellem Stand der Stadtverwaltung soll diese Einschränkung noch bis voraussichtlich 31. Juli 2026 bestehen bleiben.
Grund dafür sind anhaltende Bau- und Abschlussarbeiten in den Randbereichen der Straße sowie Sicherheitsaspekte. Fußgänger und Radfahrer werden weiterhin über die neu gebauten Brücken unterhalb der Kienlesbergbastion umgeleitet. Diese Strecken sind zwar funktional, jedoch teilweise steil und weniger komfortabel.