Ein 59-jähriger Autofahrer hat sich am Donnerstagabend kurz nach halb acht Uhr abends im Dreieck Neu-Ulm mit seinem Kleinwagen überschlagen. Auf der Überleitung von der Bundesstraße 30 zur Bundesstraße 28 kam sein Mazda in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab. Der Mann erlitt dabei mittelschwere Verletzungen. Warum das Auto geradeaus über den Straßenrand hinausschoss, ermittelt nun die Autobahnpolizei Günzburg.
Der 59-Jährige fuhr auf der B 30 von Wiblingen kommend in Richtung Senden. Direkt im Dreieck Neu-Ulm nutzte er die Überleitung zur B 28, die dort nach rechts führt. Aus ungeklärter Ursache folgte sein älterer Kleinwagen nicht der Kurve, sondern fuhr nahezu geradeaus weiter. Dabei überfuhr der Wagen zunächst mehrere Warnbaken.
Anschließend riss der Mazda ein Schild für das Tempolimit von 60 Kilometern pro Stunde weg. Danach geriet das Auto nach links von der Fahrbahn in die abschüssige Böschung. Dort überschlug sich der Kleinwagen im Grünstreifen. Unmittelbar neben einem Gebüsch blieb das stark beschädigte Fahrzeug schließlich auf der Beifahrerseite liegen.
Unfallzeugen bemerkten den Überschlag und wählten den Notruf. In ersten Meldungen war von „zwei eingeklemmten Personen im Fahrzeug“ die Rede, berichteten Einsatzkräfte vor Ort. Deshalb alarmierte die Leitstelle neben der Feuerwehr Neu-Ulm auch die Feuerwehr Ulm. Da der Fahrer jedoch allein im Wagen saß, mussten die Ulmer Helfer nicht mehr eingreifen.
Gut 20 Feuerwehrleute aus Neu-Ulm übernahmen vor Ort die technische Rettung. In Absprache mit dem Notarzt setzten sie am gekippten Kleinwagen einen sogenannten Leiterhebel ein. „Wir haben das Fahrzeug mit dem Leiterhebel vorsichtig auf die Räder gestellt“, erläuterte ein Feuerwehr-Einsatzleiter den Einsatz. Mit Unterstützung der Feuerwehr verließ der 59-Jährige sein Auto danach über die Fahrertür.
Vollsperrung und Bergung am Donnerstagabend
Der Notarzt untersuchte den Verletzten zunächst im bereitstehenden Rettungswagen. Anschließend brachte ihn der Rettungsdienst mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Während der Rettungsmaßnahmen sperrten die Kräfte die Überleitung von Wiblingen nach Senden rund 45 Minuten lang voll ab.
Ein Abschleppwagen musste das zerstörte Fahrzeug aus der Böschung bergen. Auf der Bundesstraße 30 kam es dadurch zu leichten Verkehrsbehinderungen. Wie es genau zu dem Unfall kommen konnte, muss nun die Autobahnpolizei Günzburg klären.