Ein fatales Wendemanöver führte am Samstagabend zu einem schweren Unfall. Auf der Bundesstraße 311 bei Erbach-Donaurieden sind vier Menschen verletzt worden. Ein 22-jähriger Mercedes-Fahrer wollte verbotswidrig wenden. Er stieß frontal mit einem entgegenkommenden Peugeot zusammen. Der 46-jährige Fahrer des Peugeot erlitt schwere Verletzungen. Der Unfallverursacher sowie seine 55 und 75 Jahre alten Mitfahrer wurden leicht verletzt. Die Straße war stundenlang gesperrt.
Der junge Mann fuhr gegen 19 Uhr mit seiner schwarzen Mercedes B-Klasse auf der B311. Er kam aus Richtung Erbach und fuhr in Richtung Ehingen. An der Zusammenführung mit der Querspange von der B30 passierte der Fehler. Der Fahrer durchfuhr laut Polizei einen Kreisverkehr. Dann wollte er über eine Sperrfläche nach links wenden. Mit diesem Manöver wollte er Richtung B30 gelangen. Dabei übersah er den grauen Peugeot 2008. Dessen 46-jähriger Fahrer kam ihm ordnungsgemäß entgegen.
Die Wucht des Frontalzusammenstoßes war enorm. Der Peugeot wurde quer über die Gegenfahrbahn katapultiert. Er landete auf der linken Seite in einem Grünstreifen. Erst nach knapp 30 Metern kam das Wrack zum Stehen. Es stand entgegen seiner ursprünglichen Fahrtrichtung. Der Mercedes des Unfallverursachers wurde nach rechts in die Böschung geschleudert. Sein linkes Vorderrad wurde komplett herausgerissen. Das Rad flog auf einen angrenzenden Feldweg. Die Fahrbahn war mit Trümmern übersät.
Die Rettungsleitstelle löste einen Großeinsatz aus. Die Feuerwehr aus Erbach rückte mit fast 20 Einsatzkräften an. Sie sicherte die Unfallstelle und stellte den Brandschutz sicher. Eine besondere Gefahr ging vom Mercedes aus. Er drohte, eine Böschung auf einen Wirtschaftsweg hinabzurutschen. Die Feuerwehr sicherte das Auto mit der Seilwinde ihres Rüstwagens. Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort. Er versorgte die vier Verletzten an der Unfallstelle.
Der Fahrer des Peugeot wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. So gibt es die Polizei in einer Pressemitteilung an. Der 22-jährige Mercedes-Fahrer und seine beiden Mitfahrer wurden demnach leicht verletzt. Sie kamen ebenfalls zur Behandlung in umliegende Kliniken. Die Verkehrspolizei aus Laupheim hat die Ermittlungen zum genauen Hergang aufgenommen. Den Unfallverursacher erwartet eine Anzeige. Der Vorwurf lautet fahrlässige Körperverletzung.
An beiden Autos entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf eine Summe von etwa 60.000 Euro. Zwei Abschleppwagen mussten die nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge bergen. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten war eine Vollsperrung der B311 nötig. Diese dauerte mehr als zwei Stunden an.