Die Planungen für den neuen Einsatzleitwagen liefen bereits seit 2023. Dafür wurde eigens eine Arbeitsgruppe gegründet. Mitglieder der Feuerwehr Bad Buchau und des Amts für Brand- und Katastrophenschutz bereiteten gemeinsam die Ausschreibung vor.
Im September 2023 wurde das Fahrzeug ausgeschrieben, im Dezember desselben Jahres folgte die Auftragserteilung. Bis zur Fertigstellung dauerte es anschließend knapp drei Jahre. „Unsere Feuerwehr ist jetzt technisch wieder auf dem neuesten Stand. Als kleinster der Landkreis-Stützpunkte waren wir die letzten, die eine Drehleiter bekommen haben, jetzt sind wir auch die letzten mit einem ELW 1. Aber darüber freuen wir uns trotzdem“, sagt Bad Buchaus Bürgermeister Peter Diesch.
Unterm Strich stehen Gesamtkosten von rund 194.000 Euro. Vom Land Baden-Württemberg gibt es für den Einsatzleitwagen einen Zuschuss von 22.000 Euro. Die restlichen 172.000 Euro übernimmt der Kreisfeuerlöschverband. Mit dem Fahrzeug für Bad Buchau sind nun alle sieben ehemaligen Stützpunkt-Feuerwehren mit einem ELW 1 ausgestattet, der über den Verband finanziert wurde.
Für künftige Einsatzleitwagen gilt allerdings eine andere Regelung: Seit der Reform des Kreisfeuerlöschverbands zum 1. Januar 2023 tragen die Kommunen die Kosten grundsätzlich selbst. Der Verband beteiligt sich nur noch mit einem Zuschuss in Höhe der Landesförderung. Komplett finanziert werden über den Kreisfeuerlöschverband künftig nur noch Drehleiterfahrzeuge.
Ein ELW 1 dient als führendes Bindeglied zwischen der Feuerwehr im Einsatz und anderen Beteiligten. Beim letzten großen Brand in Eberhardzell-Füramoos war auch ein solches Fahrzeug vor Ort, berichtet Bad Buchaus Alt-Kommandant Klaus Merz. Dort war ein großer Holzbaubetrieb abgebrannt.