Bären-Entwarnung im Allgäu: Verdächtige Spur stammt von einem Dachs

Großer Verdacht, kleiner Verursacher

Bären-Alarm im Allgäu – doch die vermeintliche Spur gehörte einem deutlich kleineren Waldbewohner. Eine Genanalyse zeigt: Der verdächtige Kot stammt von einem Dachs.

Der Bärenverdacht im südlichen Oberallgäu hat sich erledigt. Der Kot, der am Dienstag, 21. Juli, gefunden und zunächst einem Braunbären zugeordnet worden war, stammt in Wahrheit von einem Dachs. Das hat eine genetische Untersuchung des Senckenberg-Instituts ergeben.

Damit ist klar: Im Allgäu war in diesem Fall kein Bär unterwegs – sondern ein deutlich kleinerer Waldbewohner, der mit seiner Hinterlassenschaft kurzzeitig für ziemlich große Aufregung gesorgt hatte.

Großer Verdacht, kleiner Verursacher

Ganz so absurd ist die Verwechslung offenbar nicht. Dachse fressen zum Teil ähnliche Dinge wie Bären. Deshalb können sich auch die Ausscheidungen der Tiere in Einzelfällen ähneln. Mit bloßem Auge lässt sich die Herkunft dann nicht immer eindeutig feststellen. Erst die Untersuchung im Labor brachte Gewissheit. Das Senckenberg-Institut im hessischen Gelnhausen ist auf Wildtiergenetik spezialisiert.

Entdeckt worden war die verdächtige Hinterlassenschaft im Süden des Landkreises Oberallgäu. Der genaue Fundort wurde nicht genannt. Nach dem Fund war zunächst geprüft worden, ob sich möglicherweise wieder ein Braunbär in der Region aufhält. Ganz abwegig war dieser Verdacht auch nicht: Zuletzt war im Frühjahr 2023 ein Braunbär im Allgäu nachgewiesen worden. Immer wieder wandern einzelne Tiere aus Österreich nach Bayern. Sie stammen vermutlich aus Populationen in den italienischen Alpen.

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