Langenau: Lkw kollidiert mit Regionalzug

Züge fallen aus

Ein Lastwagen wird in Langenau von einem Zug touchiert. Verletzt wird niemand. Einschränkungen gibt es für viele Bahnreisenden, die Bergung ist schwierig.

Ein Lastwagen ist am Montagnachmittag in Langenau mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Der Unfall ereignete sich am Bahnübergang in der Riedheimer Straße. Wie durch ein Wunder wurde bei der Kollision niemand verletzt. Die 20 Fahrgäste im Zug und der Lokführer kamen mit dem Schrecken davon. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst war im Einsatz.

Die Feuerwehr Langenau rückte mit einem kompletten Hilfeleistungszug aus. „Um 15:06 Uhr kam die Alarmmeldung Lkw kollidiert mit Zug“, so Gesamtkommandant Herbert Bosch. Verstärkung kam von der Feuerwehr Ulm mit einem Kran und Rüstwagen. Ein Einsatzleitwagen aus Blaustein koordinierte die Rettungsarbeiten vor Ort. „Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz“, berichtet Bosch.

Rettung der Fahrgäste

Die Feuerwehr sicherte zuerst die Unfallstelle großräumig ab. Die Einsatzkräfte mussten auf die Freigabe der Gleise durch die Bahn warten. Erst danach konnten sie sich um die Fahrgäste im Zug kümmern. Diese wurden von den Helfern betreut und mit dem Nötigsten versorgt. „Wir haben dann einen Bus organisiert“, erklärt Herbert Bosch. Ein lokaler Busunternehmer half schnell und unbürokratisch aus. „So konnten wir die 20 Personen von der Einsatzstelle weg verfrachten“, sagt Bosch.

Die Bergung des verkeilten Lastwagens gestaltete sich sehr schwierig. Er musste mit einem Spezialkran angehoben und von den Gleisen gezogen werden. Auch der beschädigte Zug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die wichtige Bahnstrecke zwischen Ulm und Aalen blieb für Stunden voll gesperrt. Hunderte von Pendlern waren von den Zugausfällen und Verspätungen betroffen. Die Bahn richtete einen notdürftigen Schienenersatzverkehr mit Taxis und Bussen ein.

Debatte um Sicherheit neu entfacht

Langenaus Bürgermeisterin Daria Henning war ebenfalls zur Unfallstelle geeilt. Sie zeigte sich sichtlich erleichtert über den glimpflichen Ausgang des Unglücks. Die Bürgermeisterin hofft, dass der Bahnübergang in der Wörthstraße bald ersetzt wird. Für den Unfallort an der Riedheimer Straße ist sie jedoch wenig optimistisch. Sie geht davon aus, dass eine Lösung hier noch mindestens zehn Jahre dauern wird. Anwohner hatten bereits in der Vergangenheit wiederholt auf die Gefahren hingewiesen.

Der entstandene Sachschaden ist immens. Der fabrikneue Lastwagen hat nur noch Schrottwert. Auch der Triebwagen der Regionalbahn wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die genaue Schadenshöhe wird derzeit noch von Gutachtern ermittelt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, warum der Lkw-Motor ausging und nicht mehr rechtzeitig in Gang gesetzt werden konnte. Die Ermittlungen dauern an.

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