Bayern: Bauern wollen landesweit an Autobahnauffahrten protestieren

Bauerproteste gehen weiter

In ganz Bayern wollen Bauern an diesem Mittwoch an Autobahnauffahrten gegen die Sparpolitik der Bundesregierung protestieren. Starten sollen die Aktionen erst nach der morgendlichen Hauptverkehrszeit ab etwa neun Uhr. Welche Blockaden in Schwaben zu erwarten sind, das erfahrt ihr hier.

In ganz Bayern wollen Bauern an diesem Mittwoch (31.01.2024) an Autobahnauffahrten gegen die Sparpolitik der Bundesregierung protestieren. Dabei wollen die Landwirte zahlreiche Auffahrten zeitweise blockieren, Autofahrer müssen vielerorts mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

Starten sollen die Aktionen jedoch erst nach der morgendlichen Hauptverkehrszeit ab etwa neun Uhr, das Ende ist für den Nachmittag gegen 15 Uhr geplant. Zu den Kundgebungen aufgerufen hat neben dem Bauernverband der Verein «Landwirtschaft verbindet Bayern».

Bauern wollen landesweit an Autobahnauffahrten protestieren

Damit wollen die Landwirte vor der Haushalts-Abstimmung im Bundestag den politischen Druck auf die Koalition erhöhen. «Der Bundeshaushalt soll mit Geld aus der Landwirtschaft gestopft werden und wir Bäuerinnen und Bauern werden alleingelassen mit den zusätzlichen Belastungen», kritisierte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Günther Felßner.

Allein im Landkreis München sind Protestaktionen an 18 Auffahrten angemeldet, wie das Landratsamt mitteilte. Die Autobahn-Ausfahrten sollen landesweit frei bleiben. Die Protestaktionen werden laut Bauernverband angemeldet und mit Behörden und Polizei abgesprochen.

Unmittelbarer Anlass der Proteste ist der Plan der Berliner Ampel-Koalition, die Zuschüsse für Agrardiesel innerhalb von drei Jahren stufenweise abzuschaffen. Ärger und Wut vieler Landwirte haben jedoch eine jahrelange Vorgeschichte. Die Koalition hat bereits die zunächst ebenfalls geplante Streichung der Kfz-Steuerbefreiung für Landwirtschaftsfahrzeuge zurückgenommen. Dies genügt den Landwirten jedoch nicht.

An der Protestwoche der Bauern vom 8. bis 15. Januar hatten sich nach Schätzung der Polizei in Bayern landesweit 105.000 Menschen beteiligt.

Blockaden in Schwaben

Landkreis Augsburg:

A8: Anschlussstellen Adelsried – Neusäss – Zusmarshausen

Landkreis Donau-Ries:

B2: Monheim Mitte – Buchdorf – Asbach-Bäumenheim Süd

Landkreis Günzburg:

A8: Anschlussstellen Günzburg – Leipheim – Burgau

Landkreis Lindau:

A96: Anschlussstellen Weißensberg – Lindau

Landkreis Neu-Ulm:

A8: Anschlussstelle Oberelchingen

A7: Anschlussstelle Vöhringen

Landkreis Oberallgäu:

A7: Anschlussstellen Dietmannsried – Oy-Mittelberg

Das könnte Dich auch interessieren

22.09.2025 Schwaben: LKA gelingt Schlag gegen Geldautomaten-Sprenger Laut LKA stehen sie im Zusammenhang mit einer Gruppe, die mutmaßlich für mindestens sechs Sprengungen verantwortlich ist, davon fünf in Bayern und eine im sächsischen Zwickau. Zwei Verdächtige wurden am 1. August im Zwickau festgenommen, ein dritter ist noch flüchtig. Das LKA geht davon aus, dass die Bande noch weitere Taten begangen hat.  Zündschnur in 10.07.2026 Umstrittenes Gesundheits-Sparpaket beschlossen: Heute Demo in Ulm Der Bundestag hat heute, am Freitag die Reform zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen beschlossen. Das Ziel der Bundesregierung: Milliarden einsparen und weitere starke Beitragserhöhungen bremsen. Dafür werden unter anderem Ausgaben bei Kliniken, Praxen und Apotheken begrenzt. Auch Versicherte müssen an mehreren Stellen mehr zahlen. Gegen Kürzungen im Gesundheits- und Sozialwesen wird heute ab 17 Uhr 09.07.2026 Ulm: Protest gegen höhere Kosten im Gesundheitswesen Am Freitag, 10. Juli, wird in Ulm gegen die Sozial- und Gesundheitspolitik der Bundesregierung demonstriert. Die Kundgebung „SOS Sozialstaat“ beginnt um 17 Uhr auf dem Weinhof. Der DGB kritisiert geplante Einschnitte bei Gesundheit, Pflege, Rente und sozialer Sicherheit. Ein wichtiger Streitpunkt ist die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Was könnte für Versicherte teurer werden? Die 27.05.2026 Demo am 30. Mai: Brenner-Blockade rückt näher Die Organisatoren der Brenner-Demonstration am 30. Mai rechnen inzwischen mit erheblichem Zulauf. Er wolle sich nicht auf eine Zahl festlegen, aber die 700 fast ausschließlich positiven Mails, die er aus Österreich, Italien und Deutschland bekommen habe, seien ein ermutigendes Zeichen, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, der dpa. Auch der Tiroler