Bayern tauschten fast 10 Millionen Mark in Euro

Das war zwar weniger als 2024, im bundesweiten Vergleich hat der Freistaat die Nase aber vorne. Der Umtausch bei der Bundesbank und ihren Filialen ist kostenlos - nicht nur für Scheine.

Fast ein Vierteljahrhundert nach Einführung des Euro wechseln die Menschen in Bayern noch immer Millionen D-Mark in Euro. 2025 wurden bei den Filialen der Bundesbank im Freistaat 9,63 Millionen Mark für 4,92 Millionen Euro eingetauscht. Das ist allerdings etwas weniger als vor einem Jahr. Damals waren es noch 10,3 Millionen Mark. Bundesweit kamen 53,1 Millionen Mark zusammen.

In dieser Geschwindigkeit kann der Umtausch dabei theoretisch noch viele Jahre weitergehen. Denn aktuell stehen noch gut 162 Millionen Banknoten und 23 Milliarden Münzen im Wert von 12,1 Milliarden Euro aus. Unter anderem 9,6 Milliarden Pfennig-Münzen und 71 Millionen 10-D-Mark-Scheine.

Häufig tauchen die ausgedienten Scheine und Münzen bei Erbschaften auf oder als Zufallsfund beim Kauf alter Häuser. Mitunter werden sie aber auch aus nostalgischen Gründen über Jahre aufbewahrt – und dann doch irgendwann versilbert. Die Bundesbank geht aber davon aus, dass ein Teil der alten Scheine und Münzen nie mehr auftauchen wird – entweder, weil Sammler sich Bestände gesichert haben, oder weil Fans der einst als starken Währung geschätzten D-Mark Scheine und Münzen ins Ausland geschafft haben.

Bundesbank tauscht alte Währung unbegrenzt um

Wer noch alte Scheine oder Münzen findet, kann diese kostenlos bei allen 31 Filialen der Bundesbank oder per Postweg über die Bundesbank-Filiale in Mainz zum Umtausch einreichen. Der Wechselkurs wurde mit der Euro-Einführung festgeschrieben: Für 1,95583 D-Mark bekommt man einen Euro.

Deutschland ist eins von sieben Ländern im Euroraum, in denen der Umtausch sowohl von Scheinen als auch Münzen der alten nationalen Währung in Euro zeitlich unbegrenzt möglich ist. Ebenso handhaben das Österreich, Irland, die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie der Euro-Neuzugang Bulgarien. Banknoten der abgelösten nationalen Währungen, aber keine Münzen, kann man zudem unbefristet in Belgien, Kroatien, Luxemburg, Slowenien und der Slowakei in Euro umtauschen. In den übrigen neun Eurostaaten tauschen die Zentralbanken Alt-Währungen nicht mehr um.

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