Bayern verliert im ersten Halbjahr rund 17.000 Einwohner

Bayrische Bevölkerung nimmt ab

Bayern ist im ersten Halbjahr 2026 geschrumpft: Ende Juni lebten rund 17.000 Menschen weniger im Freistaat als noch zum Jahreswechsel. Vor allem das deutliche Geburtendefizit konnte durch Zuzüge nicht ausgeglichen werden.

Die Einwohnerzahl in Bayern ist in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich zurückgegangen. Zum 30. Juni 2026 lebten rund 13,23 Millionen Menschen im Freistaat. Das waren 17.190 weniger als Ende 2025. Damals waren es noch knapp 13,25 Millionen Einwohner. Der Rückgang fällt damit deutlich stärker aus als im ersten Halbjahr 2025. Damals war die Einwohnerzahl lediglich um 2.706 Menschen gesunken.

Deutlich mehr Todesfälle als Geburten

Von Januar bis Juni 2026 wurden in Bayern 53.336 Kinder geboren. Gleichzeitig starben 72.746 Menschen. Damit ergibt sich ein Geburtendefizit von 19.410 Personen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es zwar etwas weniger Todesfälle und auch das Geburtendefizit fiel etwas geringer aus. Trotzdem bleibt die Lücke zwischen Geburten und Sterbefällen groß.

Zuzüge reichen nicht aus

Gleichzeitig kamen unter dem Strich mehr Menschen nach Bayern als wegzogen. Der sogenannte Wanderungsgewinn lag im ersten Halbjahr bei 4.548 Personen. Davon entfielen 1.897 auf Zuzüge aus anderen Bundesländern und 2.651 auf Zuzüge aus dem Ausland. Das reichte allerdings nicht aus, um das Geburtendefizit auszugleichen. Deshalb ist die Bevölkerung Bayerns insgesamt zurückgegangen.

Zahlen sind noch vorläufig

Das Bayerische Landesamt für Statistik weist darauf hin, dass die Zahlen für das erste Halbjahr noch nicht endgültig sind. Städte und Gemeinden können noch Nachmeldungen einreichen, wodurch sich die endgültigen Werte noch verändern können.

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