In Bayern steht dem Sprung ins kühle Nass in den meisten Badeseen nichts im Weg. Nach einer neuen Bewertung des Gesundheitsministeriums wurden 96 Prozent der 375 EU-Badestellen im Freistaat als gut oder ausgezeichnet eingestuft.
Nur wenige Badestellen schnitten schlechter ab: Drei Badestellen in Unterfranken wurden mit ausreichend bewertet, eine in München mit mangelhaft. Einen Überblick über die aktuelle Lage bietet die offizielle Badegewässerkarte im Internet.
Regelmäßige Kontrollen während der Badesaison
Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat seit Ende April bereits rund 750 Wasserproben mikrobiologisch untersucht. Zehn Badestellen wurden noch nicht bewertet, weil dort noch nicht genügend Untersuchungsergebnisse vorliegen. Die bisherigen Proben deuten laut Ministerium aber auch dort auf eine gute Wasserqualität hin.
Die Gesundheitsämter kontrollieren die EU-Badestellen während der Badesaison regelmäßig. Von Ende April bis zum 15. September werden an jeder Badestelle sechsmal Wasserproben genommen. Diese werden unter anderem auf die Darmbakterien Escherichia coli und Intestinale Enterokokken untersucht.
Blaualgen könnten häufiger zum Problem werden
Gesundheitsministerin Judith Gerlach warnt davor, schlechte Wasserqualität zu unterschätzen. Sie könne zu Magen-Darm-Erkrankungen führen. Besteht der Verdacht auf eine erhöhte Konzentration von Cyanobakterien, also Blaualgen, werden die Proben zusätzlich darauf untersucht.
Fachleute gehen davon aus, dass Blaualgen durch die Klimaerwärmung künftig häufiger auftreten könnten. Badegäste sollten deshalb auf Hinweise der Behörden achten und bei auffälligen Verfärbungen oder Warnschildern nicht ins Wasser gehen.