Bei Abstieg: Heidenheim droht gewaltige Etatkürzung

Fußball-Bundesliga

Dem 1. FC Heidenheim droht der Abstieg aus der Bundesliga. Dies hätte Konsequenzen - vor allem aus finanzieller Sicht. Bei Gegner Elversberg erkennt Vorstandschef Sanwald Parallelen zum FCH.

Ein Abstieg aus der Fußball-Bundesliga würde für den 1. FC Heidenheim aus finanzieller Sicht einen gewaltigen Einschnitt bedeuten. «In der Bundesliga liegt unser Gesamtetat bei circa 80 Millionen Euro, in der 2. Liga wäre es etwa die Hälfte», sagte FCH-Vorstandschef Holger Sanwald der Deutschen Presse-Agentur.

Die Heidenheimer treffen in der Relegation auf die SV Elversberg, die sich in der 2. Bundesliga den dritten Platz sichern konnte. Die sportliche Entwicklung des Gegners sei laut Sanwald «fast unglaublich». Das Hinspiel findet am Donnerstag statt, beim Rückspiel im Saarland fällt dann am 26. Mai die Entscheidung über die Ligazugehörigkeit.

«Wir konnten in den vergangenen beiden Bundesliga-Jahren zum Beispiel auch die Weiterentwicklung unserer Infrastruktur stetig vorantreiben», erklärte Sanwald.

«Darüber hinaus bewegt sich unser Verein in ganz vielen anderen Bereichen – egal, ob es Zuschauer-, Mitglieder- oder Auswärtsfahrerzahlen sind – in völlig anderen Dimensionen als vor unserem Aufstieg. Ein erneuter Bundesliga-Klassenerhalt würde die Euphorie rund um unseren FCH daher mit Sicherheit noch weiter beschleunigen.» Bei einem Abstieg habe man «aber selbstverständlich auch einen Plan B und wäre vorbereitet».

«Durchaus Parallelen» 

Der 58-Jährige sieht «durchaus Parallelen» zwischen beiden Clubs und macht das vor allem an der geringen Personalfluktuation fest. «Ähnlich wie bei uns genießt Horst Steffen, den wir aus Drittligazeiten noch kennen, als Trainer dort seit Jahren großes Vertrauen», sagte Sanwald über den Vergleich zu FCH-Coach Frank Schmidt, der seit 2007 im Amt ist.

«Die SVE verfolgt, auch geprägt durch Sportvorstand Nils-Ole Book, ein ganz klares sportliches Konzept und setzt vor allem auf mannschaftliche Geschlossenheit. Mit Aufsichtsratschef Frank Holzer und Präsident Dominik Holzer an der Spitze ist es diesem Verein außerdem gelungen, eine große Euphorie bei den Menschen in der Region zu entfachen – wie das bei uns auch der Fall ist», so Sanwald.

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