Beimerstetten - Feldarbeit geht jetzt auch elektrisch

E-Traktor

Wenn man in der Region nach Traktorenmarken fragt, kommt neben den historischen Marken Holder, Lanz und Eicher natürlich auch das Allgäuer Unternehmen Fendt.

Doch nun mischt das chinesische Unternehmen Xeevo in einer eigenen Liga mit. Ein vollelektrischer Traktor soll die Arbeit auf dem Feld und auf dem Hof revolutionieren.

Ruhe kehrt auf dem Land ein

Der Landmaschinenhändler Alexander Kaufmann aus Beimerstetten nördlich von Ulm hat eines der raren Vorführmodelle bei sich auf dem Hof und es ausgiebig getestet. Die Begeisterung ist ihm anzumerken, wenn er über das Fahrzeug spricht. Vor allem die Ruhe hat es ihm angetan. Wenn die Kühe im Stall mit Futter versorgt werden, hört man die Kühe und keinen Dieselmotor. Die Wahrnehmung ist eine ganz andere.

Was kann der Traktor?

Doch Kaufmann ist auch Realist, er spricht auch ganz offen über die Grenzen des 6,5 Tonnen schweren Schleppers spricht. Für schwere Lehmböden ist das Gerät natürlich nicht gedacht, aber für leichtere Arbeiten ideal. Mit 90 PS ist der Traktor ausreichend motorisiert und die 105 kWh-Batterie reicht im Idealfall für acht Stunden Arbeit.

Die zwei Elektromotore sind dabei nicht für den Antrieb der beiden Achsen, sondern einer ist für den Antrieb und einer für die Zapfwellen, mit denen die Anbaugeräte betrieben werden. Hydraulikanlage und und ein Dreipunkt-Heckheber mit zwei Tonnen Hubkraft sind natürlich auch dabei.
Für rund 100 000 Euro ist der Preis vergleichbar mit europäischen Diesel-Traktoren, doch Kaufmann sieht einen klaren Vorteil bei den Betriebskosten. Vergleiche von Kollegen zeigen, dass die Stromkosten nicht einmal die Hälfte der Dieselkosten betragen. Und auch die Wartungen sind wesentlich preisgünstiger.

Im Inneren der klimatisierten Kabine ist Hightech zu finden. Über einen Touchscreen werden die Fahrzeugdaten angezeigt und es können je nach Einsatzzweck verschiedene Leistungsprofile abgerufen werden.

Deutsche Hersteller müssen liefern

Noch gibt es in Deutschland im täglichen Einsatz auf den Feldern null e-Traktoren, doch Kaufmann ist sich sicher, dass die Nachfrage da ist und der chinesische Hersteller auch die europäischen Hersteller so unter Druck setzt, dass den bisherigen Prototypen serientaugliche Modelle folgen. Das Konkurrenzmodell von Fendt soll nun auch lieferbar sein, kostet aber mit 220 000 Euro Listenpreis mehr als das Doppelte.

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