Biber mit Unterschriften retten?

Tierschutz

In Baden-Württemberg wird das Töten von Problem-Bibern durch eine Verordnung des Landtags erleichtert. Naturschützer haben nun mit einer Petition über 10.000 Unterschriften gesammelt, um dies zu verhindern.

Im Januar hat der Landtag in Baden-Württemberg eine neue Verordnung zum leichteren Abschuss von Problem-Bibern beschlossen.

Da sich die Biber in den letzten Jahren stark vermehrt haben, ist es Fachleuten nun erlaubt, diese zu vergrämen, sollte es keine anderen zumutbaren Alternativen geben. Ganz ohne bürokratischen Aufwand ist es den Fachleuten ebenfalls erlaubt, die Tiere zu töten. Dies gilt jedoch als letzter Schritt und nur im Falle von hohen wirtschaftlichen Schäden oder großen Gefahren.

Naturschützer wehren sich

Gegen diese neue Regelung wehren sich die Naturschützer des BUND und NABU. Mit einer Petition haben sie innerhalb von vier Wochen über 10.000 Unterschriften gesammelt. Aus diesem Grund wird sich der Petitionsausschuss des Landtags mit dem Anliegen auseinandersetzen.

Die Naturschützer kritisieren: „Wildtiere vermehrt zu bejagen und Konflikte mit Schrot und Blei zu lösen“. Sie sehen in der neuen Verordnung neben rechtlichen Unsicherheiten vor allem eine Gefahr für das funktionierende Biber-Management.

Über 12.000 Biber in Baden-Württemberg

Nachdem die Biber im 19. Jahrhundert in Baden-Württemberg ausgerottet wurden, sind sie mittlerweile wieder zahlreich vor Ort.

Die über 12.400 Biber im Bundesland sind jedoch auch für verschiedene Konflikte verantwortlich. Nach Angaben von Landwirten sorgen die Biber für Schäden auf den Feldern. Zusätzlich können Biberdämme Straßen oder Eisenbahndämme überschwemmen. Während außerdem auf die Verunreinigung von Trinkwasserbrunnen hingewiesen wird, betonen die Naturschützer, dass Biber die Wasserqualität sowie den Artenschutz verbessern.

Die Petition kann noch bis zum 20.03. unterschrieben werden.

Das könnte Dich auch interessieren

24.03.2026 Erfolgreiche Petition: Biberschutz wird Thema im Landtag 14.348 Menschen haben in Baden-Württemberg eine Petition für einen stärkeren Schutz der Biber unterzeichnet. Die Initiatoren der Petition von Nabu und BUND zeigen sich in einer Pressemitteilung zufrieden. Das nötige Quorum ist erreicht, damit sich der Petitionsausschuss des Landtags dem Thema des Biber-Managements in einer öffentlichen Sitzung annehmen muss. «Diese große Unterstützung sehen wir als 12.05.2026 Steinhausen: Stalldach bricht ein - Rinder unverletzt In Steinhausen an der Rottum (Kreis Biberach) ist das Dach eines Rinderstalls eingestürzt – mit glimpflichem Ausgang. Keines der 43 Rinder im Stall sei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch Menschen wurden nicht verletzt. Das Dach war in der Nacht auf einer Länge von circa 15 Metern eingebrochen. Die genaue Ursache war zunächst unklar. Die 06.05.2026 Sechs neue Orte jetzt Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wächst weiter: Seit Mitte April gehören sechs weitere Gemeinden offiziell zum Großschutzgebiet dazu. Neu aufgenommen wurden Allmendingen, Blaubeuren und Rechtenstein im Alb-Donau-Kreis sowie Engstingen, Hohenstein und Sonnenbühl im Landkreis Reutlingen. Damit wächst das Biosphärengebiet auf mehr als 121.000 Hektar Fläche. Rund 265.000 Menschen leben jetzt innerhalb der Gebietskulisse. Was bedeutet das 28.04.2026 Vor 1. Mai: Waldbrandgefahr im Südwesten steigt Nach einer längeren trockenen Phase ist die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg deutlich gestiegen – zum 1. Mai drohen mancherorts sogar die höchsten Warnstufen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann der fünfteilige Waldbrandgefahrenindex bis Donnerstag regional auf Stufe 5 steigen. Bereits am Dienstag wird verbreitet Stufe 3 erreicht, örtlich auch Stufe 4. Besonders betroffen ist der