Biberach: Engpässe in der Kinder- und Jugendtherapie – „Jugend Aktiv“ warnt vor Überlastung

Jahresberichte

Aktuell gibt es in der Stadt Biberach keinen Kinder- und Jugendpsychiater mehr. Darauf weist der Jugendhilfeträger „Jugend Aktiv“ hin. Gleichzeitig nehmen Probleme im sozialen Miteinander deutlich zu.

Im Landkreis Biberach sieht es für Kinder und Jugendliche mit psychotherapeutischem Bedarf aktuell düster aus. „Aktuell gibt es in der Stadt keinen Kinder- und Jugendpsychiater mehr“, warnt der Jugendhilfeträger „Jugend Aktiv“ in seinen jüngsten Jahresberichten für den Zeitraum 2022 bis 2024.

Der Verein, der unter anderem in den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit, Mobile Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Kinder- sowie Jugendbeauftragung tätig ist, berichtet von einer deutlichen Zunahme an Einzelfällen und psychosozialen Belastungen. Probleme im sozialen Miteinander, Entwicklungsverzögerungen sowie starker Medienkonsum seien ebenso gestiegen wie Schulangst, unentschuldigtes Fernbleiben und der Beratungsbedarf bei Eltern.

„Viele unserer Angebote sind bereits durch die Bearbeitung akuter Problemlagen stark ausgelastet“, heißt es in den Berichten. Präventive Maßnahmen geraten dadurch häufig in den Hintergrund.

„Jugend Aktiv“ arbeitet gemeinsam mit dem Landkreis daran, die Versorgungslage wieder zu verbessern. Amtsleiter Julian Adler lobte die Arbeit des Vereins im Hauptausschuss als professionell und essenziell für die Jugendlichen in Biberach.

Die Jahresberichte dienen dem Gemeinderat auch dazu, Zahlen, Wirksamkeit und Qualitätsmanagement der Arbeit transparent nachzuvollziehen.

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