Bittere Nachricht aus Biberach: Modehaus WARTH stellt Insolvenzantrag

Alle Filialen bleiben offen

Das traditionsreiche Modehaus WARTH aus Biberach hat einen Insolvenzantrag gestellt. Für Kunden ändert sich zunächst nichts: Alle 14 Stores bleiben geöffnet. Knapp 90 Mitarbeiter sind betroffen.

Das Modehaus Keller-Warth aus Biberach hat beim Amtsgericht Ravensburg einen Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft nach Angaben des Unternehmens weiter. Alle 14 WARTH-Stores bleiben vorerst geöffnet. Das Familienunternehmen beschäftigt knapp 90 Mitarbeiter.

14 Stores an sieben Standorten

Neben Biberach betreibt WARTH Geschäfte in Laupheim, Riedlingen, Ravensburg, Oberjoch, Überlingen und Freiburg. Gerade in unserer Region gehört das Modehaus damit seit Jahrzehnten zum Bild mehrerer Innenstädte. Als Gründe für die wirtschaftlichen Probleme nennt das Unternehmen unter anderem die Folgen der Corona-Schließungen, weniger Besucher in den Innenstädten, die anhaltende Kaufzurückhaltung und gestiegene Kosten.

Geschäftsführer Günter Warth erklärt, dass die über Jahre gewachsenen Strukturen unter den heutigen Bedingungen nicht mehr überall tragfähig seien. Trotzdem wolle man alles daransetzen, das Unternehmen weiterzuführen.

Was passiert jetzt mit den Filialen und Arbeitsplätzen?

Im weiteren Verfahren sollen die wirtschaftlichen Strukturen und das gesamte Filialnetz überprüft werden. Ziel ist es laut WARTH, das Unternehmen zu sanieren, weiterzuführen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Welche Standorte oder Bereiche möglicherweise von Veränderungen betroffen sein könnten, steht derzeit noch nicht fest. WARTH gibt es bereits seit 1864. Das Unternehmen ist damit seit 162 Jahren in Biberach verwurzelt und wird mittlerweile in fünfter Generation geführt.

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