Biberach: Sanierung der Mali-Schule startet in den Sommerferien

Baukosten treiben nach oben

Die Sanierung der Mali-Gemeinschaftsschule in Biberach soll mit Beginn der Sommerferien starten. Im Mittelpunkt steht zunächst der Brandschutz und es wird teurer.

Besonders wichtig ist bei der Sanierung der Bau von zwei neuen Fluchttreppentürmen. Der Gemeinderat hatte den Grundsatzbeschluss zur Sanierung bereits im Juni 2025 gefasst, jetzt wurde der erste Bauabschnitt beschlossen.

Fokus liegt auf dem Brandschutz

Ganz oben auf der Liste steht jetzt der Bau von zwei neuen Fluchttreppenhäusern am Nord- und Südturm. Der zweite Rettungsweg, der von der Feuerwehr dringend gefordert wird, fehlt bisher. Deshalb sollen die Arbeiten bereits Ende Juli beginnen und größtenteils in den Sommerferien stattfinden. Das große Graffiti an der Nordfassade der Schule soll trotz des neuen Treppenhauses weitgehend sichtbar bleiben.

Sanierung läuft während des Schulbetriebs weiter

Das war es aber bei weitem nicht. Die Obergeschosse sollen in kleinere Brandabschnitte aufgeteilt werden. Dadurch können ehemalige Flure künftig auch zum Lernen genutzt werden. Außerdem werden die Brandmeldeanlage und die Beleuchtung erneuert.

Zum ersten Bauabschnitt gehört auch die teilweise Erneuerung der Fassade am Nordturm. Der zweite Bauabschnitt soll ab Herbst 2027 folgen, wenn die Sanierung des Pestalozzi-Gymnasiums abgeschlossen ist. Dann sind unter anderem WC-Sanierungen, neue Decken- und Bodenbeläge, teilweise neue Möbel für Klassenzimmer, ein neuer Aufzug am Nordturm sowie Arbeiten an Heizung, Lüftung und Sanitär vorgesehen.

Kosten steigen auf 11,6 Millionen Euro

Die Kosten werden derzeit auf rund 11,6 Millionen Euro geschätzt. Im vergangenen Jahr war noch von 9,6 Millionen Euro ausgegangen worden. Die Stadt begründet die höheren Kosten mit der detaillierteren Untersuchung und Planung in den Bereichen Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär. Aus dem Schulbauförderprogramm rechnet die Stadt mit einem Zuschuss von rund 2,5 Millionen Euro.

Fünf optionale Maßnahmen werden vorerst nicht umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die komplette Erneuerung der abgehängten Decken und die Dämmung der Decke im Untergeschoss. Dadurch spart die Stadt nach eigenen Angaben fast 1,2 Millionen Euro.

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