Der Biberacher Gemeinderat hat die Planung seines Transferzentrums für industrielle Bioökonomie gestoppt – bleibt aber zukunftsgerichtet. Ein teurer Neubau wird damit nicht realisiert. Stattdessen sollen kleinere Labore künftig im bestehenden Innovations- und Technologie-Transferzentrum (ITZ Plus) eingerichtet werden.
Damit bleibt die Forschung in der Bioökonomie in der Region erhalten, auch wenn voraussichtlich zugesagte Fördermittel verloren gehen.
Die Bioökonomie setzt auf nachwachsende Rohstoffe, etwa aus Pflanzen, statt auf fossile Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas oder Kohle. Ziel ist eine nachhaltige Nutzung biologischer Ressourcen, die den Übergang von erdölbasierten zu regenerativen Technologien unterstützt.
Biberachs Erster Bürgermeister Ralf Miller betont: „Die Bioökonomie bleibt ein zukunftsträchtiges Feld. Wir wollen Innovationen fördern, ohne auf kostspielige Neubauten angewiesen zu sein.“ Auch Landrat Mario Glaser hebt hervor, dass der Planungsstopp ein Schritt mit Verantwortungsbewusstsein und Realismus sei.
Die Hochschule Biberach und das ITZ Plus arbeiten weiterhin eng zusammen, um Forschungsergebnisse effizient in industrielle Anwendungen zu überführen und die Region als Standort für nachhaltige Technologien zu stärken.