Biberach: Wüstenbussard soll Tauben vergrämen

Falkner kommt in die Kreisstadt

Um die Taubenpopulation in der Biberacher Innenstadt in Schach zu halten, versucht die Biberacher Stadtverwaltung mit Hilfe eines Falkners die Tauben auf natürlichem Weg zu vergrämen. Das teilt die Stadt jetzt mit.

Eine Taube produziert jährlich bis zu zwölf Kilogramm Nasskot. Dieser verursacht erhebliche Verschmutzungen an Gebäuden und öffentlichen Plätzen. Um die Anzahl der Tauben in der Innenstadt auf einem händelbaren Niveau zu halten, gilt in Biberach seit langem das Taubenfütterungsverbot.

Dies ist in der Polizeilichen Umweltschutzverordnung der Stadt geregelt und besagt, dass Tauben weder auf öffentlichen Straßen und Gehwegen noch in Grün- und Erholungsanlagen gefüttert werden dürfen. Vergangenes Jahr hat die Stadtverwaltung mehrere Hinweisschilder in der Innenstadt aufgestellt, um auf das Verbot aufmerksam zu machen. Ein Verstoß gegen das Fütterungsverbot kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

Als weitere Maßnahme kommt ab dem 12. Juni ein Falkner aus Bermaringen (Alb-Donau-Kreis) nach Biberach. Dieser besitzt drei amerikanische Wüstenbussarde, auch Harris Hawks genannt. Diese werden im Zeitraum von zwei bis drei Monaten immer wieder abwechselnd im Innenstadtgebiet über den Gebäuden kreisen.

Damit soll den Tauben suggeriert werden, dass sich der Wüstenbussard dort angesiedelt hat. Die Tauben fühlen sich durch die bloße Anwesenheit eines Greifvogels nicht mehr sicher, sodass sie sich einen anderen Aufenthaltsort suchen. Auf diese Weise wird das von Natur aus angeborene Verhalten der Tiere genutzt, um sie aus dem Innenstadtgebiet zu vergrämen.

Das Vorhaben ist mit dem zuständigen Veterinärsamt abgestimmt.

Artgerechtes Futter im Taubenschlag

Nicht artgerechtes Futter, beispielsweise Brotkrümel, kann bei Tauben Schmerzen verursachen. Neben der Eingrenzung der Taubenpopulation dient das Fütterungsverbot daher auch dem Schutz der Tiere. Geeignetes Futter erhalten die Tiere in einem von der Stadt Biberach betriebenen Taubenschlag.

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