Was für ein Star-Auflauf in Oberschwaben! Adele Neuhauser, Maria Furtwängler, Philipp Hochmair, Julia Jentsch, Andreas Pietschmann und viele mehr: Bei den Biberacher Filmfestspielen kündigt sich so viel Prominenz an wie schon lange nicht mehr! Vom 28. Oktober bis zum 1. November wird Biberach wieder zum Treffpunkt der deutschsprachigen Film- und Fernsehbranche, zum „Familientreffen deutscher Filmemacher“.
Die Liste der angekündigten Gäste ist diesmal besonders prominent besetzt. Rund 60 Filme stehen auf dem Programm, mehr als 130 Filmschaffende werden erwartet.
Besonders prominent wird es am Freitag, 30. Oktober! Dann werden mit Maria Furtwängler, Adele Neuhauser und Philipp Hochmair gleich drei bekannte Fernsehstars zur Komödie „Glückspilze isst man nicht“ erwartet.
Adele Neuhauser kennt ihr als Bibi Fellner aus dem Wiener Tatort, Maria Furtwängler als Kommissarin Charlotte Lindholm aus dem Niedersachsen-Tatort. Und Philipp Hochmair ist unter anderem aus „Vorstadtweiber“ und der Krimireihe „Der Geier“ bekannt. Am Samstag, 31. Oktober, wird er außerdem zur Weltpremiere seines neuen Krimis „Der Geier – Blut und Zweifel“ erwartet.
Für Adele Neuhauser wird es besonders feierlich: Die österreichische Schauspielerin bekommt bei der großen Abschlussgala am Sonntag, 1. November, den Ehrenbiber der Filmfestspiele verliehen.
Auch Netflix-Fans dürfen sich freuen! Andreas Pietschmann, bekannt aus den erfolgreichen Serien „Dark“ und „1899“, ist für Donnerstag, 29. Oktober, mit dem Thriller „Eisgrab – Das Haus am Gletscher“ angekündigt.
Dazu kommt Julia Jentsch! Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin kennt ihr beispielsweise aus dem Kinofilm „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ und der Krimiserie „Der Pass“. Sie wird mit ihrem Film „Frieda“ in Biberach erwartet, der am 29. Oktober und am 1. November im Cineplex gezeigt wird.
Ebenfalls angekündigt ist Jeanette Hain, die unter anderem in „Der Vorleser“ und „Babylon Berlin“ mitgespielt hat. Sie gehört in diesem Jahr außerdem zur Spielfilmjury. Zu sehen ist sie beim Festival mit dem Film „Ungelesen“.
Mit Erwin Steinhauer kommt ein weiteres bekanntes Gesicht aus Österreich nach Biberach. Der Schauspieler wurde unter anderem durch die Kriminalfilme um den Gendarmen Simon Polt bekannt und spielt in der Reihe „Die Toten von Salzburg“ mit. In Biberach ist er für den Thriller „Wenn das Licht gefriert“ angekündigt.
Auch Detlef Bothe wird in Biberach erwartet. Der Schauspieler hatte 2015 im James-Bond-Film „Spectre“ einen Auftritt als SPECTRE-Bösewicht, der Bonds Technikexperten Q auf den Fersen ist. Bothe arbeitet auch selbst als Regisseur und Produzent. Bei den Filmfestspielen stellt er den Vampirfilm „Transferatu“ vor, in dem er ebenfalls mitspielt.
Mit dabei ist auch Dieter Landuris, den viele noch als Privatdetektiv Uli Fichte aus der früheren ProSieben-Krimiserie „Alles außer Mord“ kennen. Er hat außerdem in zahlreichen Fernsehkrimis wie „Tatort“ und „Wilsberg“ mitgespielt und ist ebenfalls für „Transferatu“ angekündigt.
Ein weiterer Gast ist Julius Feldmeier. Der Schauspieler war unter anderem in „Babylon Berlin“ und der Serie „Das Boot“ zu sehen. In Biberach präsentiert er diesmal seine eigene Arbeit hinter der Kamera: den Film „Wir sind da“, bei dem er Regie geführt und mitgespielt hat.
Nicht nur die Schauspieler sorgen für prominenten Besuch. Auch bekannte Regisseure und Filmemacher haben sich angekündigt.
Da wäre zum Beispiel Andreas Prochaska. Der Österreicher hat unter anderem die erste Staffel der international erfolgreichen Fernsehserie „Das Boot“ inszeniert. Für seinen Kinofilm „Das finstere Tal“ wurde er mehrfach ausgezeichnet. Jetzt kommt er mit dem Thriller „Wenn das Licht gefriert“ nach Biberach, in dem Adele Neuhauser und Erwin Steinhauer die Hauptrollen spielen.
Florian Baxmeyer dürfte vor allem Krimifans ein Begriff sein. Er hat zahlreiche Tatort-Folgen gedreht und führte bei der Kinoverfilmung „Die drei ??? – Das Geheimnis der Geisterinsel“ Regie. Sein Kurzfilm „Die rote Jacke“ gewann sogar einen Studenten-Oscar und wurde 2004 für den regulären Oscar nominiert. In Biberach wird er mit dem neuen „Geier“-Krimi erwartet.
Die Filmfestspiele eröffnet Helena Hufnagel mit ihrem Film „Lieblingsmenschen“. Die Regisseurin hat bereits Filme wie „Einmal bitte alles“, „Generation Beziehungsunfähig“ und „Silber und das Buch der Träume“ gedreht. Am Mittwoch, 28. Oktober, wird sie gemeinsam mit Mitgliedern ihres Filmteams zur Eröffnung in der Stadthalle erwartet.
Auch unter den Dokumentarfilmern sind einige interessante Namen dabei.
David Sieveking wurde unter anderem mit seinem bewegenden Dokumentarfilm „Vergiss mein nicht“ bekannt. Darin begleitet er seine an Alzheimer erkrankte Mutter und erzählt sehr persönlich vom Leben seiner Familie. Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet. In Biberach stellt Sieveking seinen neuen Dokumentarfilm „Ungehor§am“ vor. Darin geht es um Menschen, die sich mit zivilem Ungehorsam für Klimaschutz und Menschenrechte einsetzen. Gemeinsam mit ihm wird auch Katinka Poensgen erwartet. Die Aktivistin und Querflötistin gehört zum Protestmusik-Netzwerk „Lebenslaute“.
Jens Meurer ist ebenfalls ein erfahrener und preisgekrönter Dokumentarfilmer. Von ihm stammen unter anderem „An Impossible Project“, über die Rettung der analogen Sofortbildfotografie, und „Seaside Special“. In Biberach präsentiert er seinen neuen Film „Biermann“ über den Kult-Liedermacher und DDR-Dissidenten Wolf Biermann.
Und auch ein bekannter Filmemacher aus Schwaben steht auf der Gästeliste: Klaus Gietinger. Der gebürtige Allgäuer hat gemeinsam mit Leo Hiemer den Kultfilm „Daheim sterben die Leut’“ gedreht und war außerdem für mehrere Tatort-Produktionen verantwortlich. Bei den Filmfestspielen ist er mit seiner Dokumentation über den Regisseur Wolfgang Staudte vertreten.
Ein besonderes Dankeschön verdient auch der Mann, der dieses Filmprogramm zusammengestellt hat: Douglas Wolfsperger! Der mit Oberschwaben sehr eng verbundene Filmemacher, bekannt durch Dokumentationen wie „Die Blutritter“ und seinen aktuellen Film „Denn dieses Leben lebst nur Du“, verabschiedet sich nach drei Jahren als künstlerischer Leiter der Biberacher Filmfestspiele.
Dass in diesem Jahr so viele spannende Filme und bekannte Stars nach Biberach kommen, ist nicht zuletzt seiner langjährigen Erfahrung, seinem Gespür für besondere Filmgeschichten und seinen hervorragenden Kontakten in der Filmbranche zu verdanken. Nach schwierigen Jahren im Anschluss an die prägende Ära von Filmfest-Gründer und Kino-Urgestein Adrian Kutter und dessen Nachfolgerin und Ehefrau Helga Reichert hat Douglas Wolfsperger entscheidend dazu beigetragen, das Festival wieder auf Kurs zu bringen und ihm neuen Schwung zu verleihen.
Sein Vertrag läuft Ende des Jahres allerdings aus und wird nicht verlängert. Wer seine Nachfolge übernimmt, ist noch unklar.
Mit diesem hochkarätigen Programm sorgt Douglas Wolfsperger jedenfalls für einen furiosen Abschied. Die Biberacher Filmfestspiele haben ihm viel zu verdanken!
Das Besondere an den Biberacher Filmfestspielen: Hier sind die Stars nicht nur auf der Leinwand zu sehen. Bei vielen Vorstellungen sind Schauspieler, Regisseure und Mitglieder der Filmteams persönlich dabei und stellen sich nach dem Film den Fragen des Publikums.
Die 48. Biberacher Filmfestspiele laufen vom 28. Oktober bis zum 1. November 2026. Die meisten Vorführungen finden in den großen Kinos des Cineplex Biberach statt, einzelne Filme sind auch im Kult-Kino Sternchen zu sehen. Die große Eröffnung am Mittwoch, 28. Oktober, um 19:30 Uhr und die Abschlussgala am Sonntag, 1. November, um 19 Uhr steigen in der Stadthalle Biberach.
Wer einen der prominenten Gäste erleben möchte, sollte sich den Samstag, 24. Oktober, vormerken. Dann beginnt der reguläre Ticketvorverkauf online und im Cineplex Biberach. Karten für die Eröffnung und die Gala gibt es über den Kartenservice Biberach.
Das komplette Programm, alle Spielzeiten und die aktuell angekündigten Gäste findet ihr auf der Website der Biberacher Filmfestspiele.
Wichtig: Die genannten Stars und Filmschaffenden sind vom Festival als Gäste angekündigt. Kurzfristige Änderungen bei der Anwesenheit sind möglich.
Bei aller Prominenz lohnt es sich, auch die Vorstellungen noch unbekannter Filmemacher zu besuchen. Denn der Nachwuchs spielt bei den Biberacher Filmfestspielen eine große Rolle.
Schließlich geht es bei Filmfestivals um viel mehr als rote Teppiche und bekannte Namen: Sie geben neuen Talenten eine Bühne, zeigen Geschichten abseits des Mainstreams und bringen Menschen mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen miteinander ins Gespräch.
Und wer weiß – vielleicht sitzt der nächste große Filmstar ja gerade noch völlig unbekannt im Biberacher Kinosaal!