Bilanz nach Radkontrollen in der Ulmer Innenstadt

Weitere Aktionen geplant

Weil sich bei den Ulmer Bürgerdiensten zuletzt die Beschwerden über rücksichtslose Radfahrer gehäuft haben, gab es am vergangenen Samstagvormittag (8. Juli) eine gemeinsame Kontrolle von Polizei und Gemeindlichem Vollzugsdienst. Nun ziehen die Behörden eine Bilanz.

Im Bereich der Fußgängerzone Hirsch- und Bahnhofstraße sowie auf der ÖPNV-Trasse in der Neuen Straße wurden Radfahrer und E-Scooter-Fahrer angehalten. Insgesamt 85 Personen wurden kontrolliert, bei den meisten blieb es bei einer mündlichen Verwarnung. Nur besonders gravierende Fälle wurden mit einem Verwarnungsgeld belegt.

Keinen Gefahren bewusst

Nach Ansicht der Bürgerdienste bestätigt die große Zahl von Personen, die ordnungswidrig auf dem Fahrrad oder dem E-Scooter unterwegs waren, dass vielen die Gefahren ihres Verhaltens für andere Verkehrsteilnehmer gar nicht bewusst sind. „Die eigene Geschwindigkeit im Vergleich zur Geschwindigkeit von Fußgängern wird häufig unterschätzt.“  Vielen sei auch nicht klar, wie groß das Schreckmoment für Fußgänger sei, wenn die Fahrer plötzlich von hinten „angerauscht“ kämen- schließlich sind Räder und E-Scooter kaum zu hören.

Busspur = Radweg?

Ein anderes Problem, das die Kontrolleure feststellen mussten: Die Busspur in der Neuen Straße scheint als eine Art „informeller Radweg“ inzwischen etabliert  zu sein. „Da gibt es keinerlei Unrechtsbewusstsein.“ Während sich die Mehrzahl der Kontrollierten zwar einsichtig zeigte, wenn auch über die Kontrolle selbst wenig erfreut war, kam von Passant ein durchweg positives Feedback.

Polizei und Gemeindlicher Vollzugsdienst planen über die Sommermonate weitere Kontrollen.

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