Am Mittwochvormittag soll am Blaubeurer Tor in Ulm ein besonderer Moment auf der B10-Baustelle zu sehen sein. Zwischen 9 und 10 Uhr soll das letzte von insgesamt acht Brückensegmenten direkt über dem historischen Tor entfernt werden. Dafür ist ein 600-Tonnen-Raupenkran im Einsatz. Ein einzelnes Segment ist rund 40 Meter lang und wiegt zwischen 150 und 200 Tonnen. Die Teile werden direkt vor Ort abgelegt und anschließend zerkleinert.
Laut Stadt Ulm läuft der Rückbau gut. Sobald das letzte Segment über dem Blaubeurer Tor ausgehoben ist, werden die nördlichen und südlichen Brückenabschnitte auf herkömmliche Weise entfernt – unter anderem mit Meißelbaggern. Bis zum 10. Juli soll die komplette Blaubeurer-Tor-Brücke verschwunden sein. Damit wird das historische Bauwerk nach Jahrzehnten wieder freigestellt.
Am Mittwoch gibt es außerdem eine öffentliche Baustellensprechstunde am B10-Infopoint. Sie läuft von 16.30 bis 18.30 Uhr. Dort beantworten Projektverantwortliche Fragen zum Rückbau, zur Baustelle und dazu, wie sich der Bereich rund um das Blaubeurer Tor bis zur Landesgartenschau 2030 verändern soll. Eine Anmeldung ist nicht nötig.