Blaustein-Herrlingen: privater Sicherheitsdienst unterwegs

Beschwerden über "auffällige Personen"

In Herrlingen hatte ein privater Sicherheitsdienst für mehr Ordnung sorgen sollen – doch das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Anwohner blieb unverändert. Ab Mai übernimmt das Ordnungsamt die Patrouillen.

In Blaustein-Herrlingen im Alb-Donau-Kreis war mehrere Monate lang ein privater Sicherheitsdienst unterwegs, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. Die Stadt hatte das Konzept aufgelegt, nachdem es wiederholt Beschwerden über „auffällige Personen“, Ärger am Bahnhof und Unsicherheiten im Lindenhofpark gegeben hatte. Wie die Südwestpresse berichtet, fühlten sich vor allem Frauen abends dort nicht mehr wohl.

Security verteilte vor allem Knöllchen – Ordnungsamt übernimmt

Zwischen August und Januar führten demnach jeweils zwei Sicherheitskräfte gemeinsam mit Mitarbeitern des Ordnungsamts Streifen durch – zu wechselnden Zeiten, vor allem morgens, abends und an Wochenenden. In der Bevölkerung sei das laut Stadt grundsätzlich positiv aufgenommen worden. Teilweise negativ stieß lediglich auf, dass das Team auch Falschparker erfasste – insgesamt 116 Verwarnungen wurden ausgesprochen.

Angst- und Panikmache nicht gerechtfertigt

Insgesamt kam es zu 164 Einsätzen. Die Polizei wurde nur zweimal hinzugezogen. Die Bilanz: eine Körperverletzung, mehrere Ruhestörungen, Müllablagerungen, kleinere Verstöße wie Rauchen im Park, Spielplatzzeiten, Cannabisbesitz oder nicht angeleinte Hunde. Von Gewalt oder größeren Konflikten blieb das Team verschont. Eine Stimmung der Angst- und Panikmache, wie sie es vorab gab, sei nicht gerechtfertigt gewesen. Gerüchte um Belästigungen im Park durch Flüchtlinge hätten sich nicht bestätigt.

Im Mai übernimmt das Ordnungsamt selbst die Bestreifung – zunächst für fünf Monate. Eine zusätzliche Stelle im Ordnungsamt soll künftig den Dienst begleiten.

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