Blaustein: Motorrad-Beifahrerin stürzt 20 Meter in die Tiefe

Drehleiter im Einsatz

Schwere Verletzungen erlitt eine Motorrad-Mitfahrerin am Mittwochabend bei einem Unfall bei Blaustein. Sie stürzte einen 20 Meter tiefen Abhang hinunter und musste aufwändig gerettet werden.

Gegen halb fünf Uhr nachmittags waren ein 19-jähriger Motorradfahrer und seine 18-jährige Sozia vom Blausteiner Stadtteil Bermaringen in Richtung Blaubeuren Asch unterwegs. Die Strecke ist bei Motorradfahrern beliebt, da sie sehr kurvig ist und über mehrere Steigungen und Gefällstrecken verfügt. Auf der anspruchsvollen Straße sind Geschwindigkeiten zwischen 50 und 70 km/h erlaubt.

Unfallhergang

Am Ende einer Kurvenkombination mit einer nahezu rechtwinkeligen Linkskurve geriet der junge Ducati-Fahrer nach rechts von der Fahrbahn ab, rutschte über den Schotter und prallte gegen die Leitplanke, die einen zusätzlichen Unterfahrschutz hat. Während Motorrad und Fahrer einige Meter weiterrutschten, wurde die Sozia über die Leitplanke geschleudert und stürzte rund 20 Meter tief einen Abhang hinunter und blieb dort schwerverletzt liegen. Der ebenfalls schwerverletzte Fahrer konnte die Rettungskräfte durch einen Notruf alarmieren.

Aufwändige Rettung

Ein Notarzt aus Blaubeuren sowie der Notarzt des Ulmer Rettungshubschrauber „Christoph 22“ kamen gemeinsam mit zwei Rettungswagen an die Unfallstelle. Da sich die Feuerwehr Blaustein bereits in einem Brandeinsatz befand, wurden neben der Bermaringen Feuerwehr auch Feuerwehrleute aus Dornstadt und Blaustein alarmiert.

An Seilen stiegen ein Notarzt und Rettungsdienst-Mitarbeiter zu der Schwerverletzten hinunter, um eine Erstversorgung zu übernehmen. Gleichzeitig wurde der Motorradfahrer bereits in einem der Rettungswagen versorgt.

Um die Schwerverletzte zum Rettungswagen zu bringen, wurde die Blausteiner Drehleiter eingesetzt. Ein Haken unterhalb des Drehleiterkorbes diente als Umlenkpunkt für Seile, an denen einen Schleifkorbtrage nach unten gelassen wurde. In dieser Wanne liegend konnte die 18-Jährige schonend mit einer Art Flaschenzug nach oben gezogen werden und an den Rettungsdienst übergeben werden. Die beiden Unfallopfer wurden in Krankenhäuser gebracht.Die Polizei geht derzeit von einem Fahrfehler als Unfallursache aus. Die Straße musste für die Rettungsarbeiten rund zwei Stunden voll gesperrt werden.

Ähnlicher Fall vor fünf Jahren

Die aufwändige Rettung ist an dieser steil abfallenden Stelle nicht ungewöhnlich, bereits vor fünf Jahren verunglückte ein Motorradfahrer in der gleichen Kurve. Er wurde ebenfalls mit einer Drehleiter und durch Unterstützung der Höhenrettung der Ulmer Feuerwehr zurück auf die Straße geholt.

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