Bauarbeiter haben am Sonntag in Blaustein ein Stromkabel angebohrt. Dies geschah gegen 12 Uhr bei Gleisarbeiten nahe der Bundesstraße 28. Es kam zu Kurzschlüssen und Rauchentwicklung. Die Feuerwehr und die Stadtwerke Ulm (SWU) waren im Einsatz. Die Stromversorgung für mehrere Häuser fiel vorübergehend aus. Die Polizei ermittelt nun die genauen Umstände des Vorfalls.
Derzeit finden auf der Bahnstrecke Ulm-Blaubeuren Bauarbeiten unter Vollsperrung statt. Arbeiter sanieren die Gleise samt Unterbau. Dafür war bereits ein Gleis komplett erneuert worden, das zweite Gleis ist derzeit entfernt worden. Eine neue Drainageleitung für den Bahnbereich sollte entstehen. Diese Leitung sollte in den nahegelegenen Bach Bläle münden.
An einer Brücke über das Bläle wollten die Arbeiter ein Betonrohr durchbohren. Dabei trafen sie mit ihrem Kernbohrgerät eine 400-Volt-Leitung. Das Kabel versorgt mehrere angrenzende Häuser mit Strom. Die Beschädigung führte zu wiederholten Kurzschlüssen.
Feuerwehr und Stadtwerke im Einsatz
Die angebohrte Leitung verursachte immer wieder kleinere Explosionen. Kleine Rauchwolken stiegen von der Baustelle auf. Die Feuerwehr Blaustein war mit einem Dutzend Kräften vor Ort. Sie sicherte die Gefahrenstelle ab. Ein Löschtrupp stand für den Notfall bereit.
Zwei Fachleute der Stadtwerke Ulm kamen zur Baustelle. Sie schalteten den betroffenen Leitungsabschnitt sofort ab. Danach begannen sie mit der Einrichtung einer Ersatzleitung. Die beschädigte Leitung wird nun repariert. Auch die Polizei Ulm und ein Notfallmanager der DB InfraGo waren vor Ort. Die Polizei prüft, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt. Ob sich die Sanierungsarbeiten verzögern, ist noch unklar. Geplant war, dass die Bauarbeiten am 13. September abgeschlossen werden können.